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KommentarTrumps Verrat – Weniger Flugabwehr, mehr tote Ukrainer

Die USA liefern zugesagte Waffen für die Luftverteidigung doch nicht. Putin kann nun ungestört ukrainische Ziele angreifen und Zivilisten töten. Das Timing macht es noch dramatischer.Mareike Müller 03.07.2025 - 17:36 Uhr
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Verzweiflung in Kiew: Am 17. Juni sind bei russische Angriffe mindestens 28 Menschen gestorben. Foto: dpa

Es ist eine Entscheidung, die Menschenleben kosten wird. Die USA wollen bereits zugesagte Waffen und Munition nun doch nicht an die Ukraine liefern. Dafür werden ukrainische Zivilistinnen und Zivilisten mit ihrem Leben bezahlen.

Denn zu den betroffenen Waffen zählen Patriot-Raketen, die die Ukraine zur Luftverteidigung, vor allem gegen ballistische Raketen, benötigt. Es gibt quasi keine alternativen Systeme mit derselben Wirkkraft.

In einem besonders tragischen Moment kehren die USA der Ukraine den Rücken. Russische Raketen und Drohnen prasseln Nacht für Nacht in immer größerer Zahl auf das Land ein, denn Moskau erhöht ständig die Produktion seiner Waffen.

Luftverteidigung bedeutet, dass die ukrainische Armee diese Waffen abfangen oder abschießen kann, bevor sie Wohnhäuser, Schulen, Apotheken und Krankenhäuser treffen.

Geschenk an Putin

Während Russland seine Waffenproduktion, unter anderem von sogenannten Shahed-Drohnen nach iranischem Vorbild, hochfährt, stehen der Ukraine immer weniger Waffen zur Abwehr zur Verfügung.

Die Konsequenz ist klar: Bei einer schlechteren Luftverteidigung werden noch mehr Zivilistinnen und Zivilisten, alte Menschen und Kinder, grundlos sterben. US-Präsident Donald Trump erleichtert dem russischen Machthaber Wladimir Putin somit das Töten der Ukrainerinnen und Ukrainer.

Ukraine

„Das russische Volk toleriert einen Kriegsverbrecher als Präsidenten, aber niemals einen Verlierer“

Die Empörung in der Ukraine ist spürbar. Dass Außenminister Andriy Sybiha am Mittwoch den amtierenden US-Botschafter in der Ukraine einbestellte, ist unter befreundeten Staaten unüblich und ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern zunehmend verschlechtern.

Denn bereits im März hatten die USA ihre militärische Hilfe und die Weitergabe von Geheimdienstinformationen vorübergehend eingestellt. Im Juni bestätigte das US-Verteidigungsministerium dann, dass Waffen, die für die Ukraine bestimmt waren, nach Israel umgeleitet worden waren.

Damit nehmen die USA über das Leid der Ukraine hinaus in Kauf, auch das letzte Vertrauen der Bevölkerung dort zu verspielen.

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Selbst wenn die USA ihre Entscheidung rückgängig machen sollten, was aktuell unwahrscheinlich erscheint, muss Europa klar sein, dass sich Washington bei der Unterstützung der Ukraine schrittweise immer weiter zurückziehen wird.

Angesichts der Tragik der Situation müssten Kiews engste Verbündete nun mit Hochdruck handeln. Stattdessen scheinen sie ratlos. Dabei hätten sie jahrelang Zeit gehabt, um proaktiv gegen diese Tragik vorzugehen.

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