US-Wahl: Mit Trump kehrt die Machtpolitik des „America first“ zurück

Wer wissen will, was der Wahlsieg von Donald Trump in den USA für den Rest der Welt bedeutet, muss nur auf die Finanzmärkte schauen: Für die Finanzprofis war die Wahl früh gelaufen. Sie setzen auf „America first“.
Das heißt: Der US-Dollar wird stärker, und alle anderen Volkswirtschaften werden schwächer. Eine direkte Folge von Trumps Ankündigung, Importe generell mit Strafzöllen von mindestens zehn Prozent zu belegen.
Doch nicht nur die Märkte, auch die Politik folgt der Trump’schen Logik des „America first“. Das könnte vor allem die Ukraine zu spüren bekommen. Der Republikaner hat die militärische Unterstützung für Kiew infrage gestellt und angekündigt, den seit mehr als zwei Jahren andauernden Krieg mit Russland innerhalb von 24 Stunden mit einem Friedensplan zu beenden.
Ein von Trump erzwungener Frieden scheint derzeit nur möglich, wenn Kiew einen Großteil der Macht- und Gebietsansprüche des russischen Präsidenten Wladimir Putin akzeptiert. Nicht nur für die Ukraine, sondern für den gesamten Westen wäre dies ein bitteres Eingeständnis, dass in der internationalen Politik wieder einmal das Recht des Stärkeren gilt.