USA: Trumps Agenda ist ein Leitfaden zum Niedergang der eigenen Wirtschaft
Der 2. April ist „Liberation-Day“, sagt Donald Trump. An diesem Tag wird der handelspolitische Furor des amerikanischen Präsidenten den kleinen Rest der Welt mit Wucht treffen. Reziproke Zölle für alle hat Trump für diesen Tag angekündigt, nicht etwa für den 1. April, damit niemand in Europa auf die Idee kommt, es handele sich um einen Aprilscherz.
Und um auch schon mal einen Vorgeschmack zu geben, was da noch kommen könnte, überraschte der Präsident am Mittwoch mit zusätzlichen Strafzöllen auf Autoimporte, die in ihrer Endstufe 25 Prozent erreichen sollen.
Donald Trump, dem man ein gewisses Talent für originelle Wortschöpfungen nicht abstreiten kann, meint es ernst mit seinem „Befreiungstag“ – auch wenn man freilich nicht ausschließen kann, dass er es sich in letzter Minute doch anders überlegt. Niemand kann sicher sein – und es steht zu befürchten, dass genau das das Kalkül des Präsidenten ist.
Verwirrung stiften, Unsicherheit schüren, Macht demonstrieren – gegenüber Partnern wie Gegnern. Wobei ehemalige Partner auch schnell Gegner und bisherige Gegner schnell zu Buddies werden können. Siehe Wladimir Putin, jenen Geschichtsrevisionisten, mit dem der Anführer der freien Welt neuerdings Deals zulasten der transatlantischen Partner macht.