Airbag-Softwarefehler: 850.000 Audi A4 müssen zurück in die Werkstatt
A4-Modelle ab dem Baujahr 2012 müssen zurück in die Audi-Werkstätten.
Foto: Sebastian SchaalStuttgart. Audi muss wegen eines Defekts am Airbag weltweit 850.000 Fahrzeuge des Typs A4 in die Werkstätten zurückrufen. Ein Programmierfehler in der Steuerung könne verhindern, dass sich die Airbags bei einem Unfall entfalten, erklärte ein Sprecher am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der Zeitschrift „auto motor sport“.
Betroffen seien A4-Modelle ab Baujahr 2012. In Deutschland sollten 150.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden. Bei den Airbags handelt es sich nicht um Produkte des japanischen Zulieferers Takata, die Millionen Rückrufe in den USA verursacht haben. Der Volkswagen-Konzern hat andere Airbag-Lieferanten.
Alle Halter werden nun vom Hersteller angeschrieben und in die Werkstatt gebeten. Dort wird innerhalb weniger Minuten eine neue Software aufgespielt. Die seit Oktober 2014 produzierten Fahrzeuge sind bereits ab Werk mit der neuen Steuerung ausgerüstet. Nicht betroffen sind die mit dem A4 technisch eng verwandten Modelle A5 und Q5.
Audi steht mit der Großaktion bei weitem nicht alleine da. Wegen eines fehlerhaften Beifahrer-Airbags werden in den USA aktuell rund acht Millionen Autos zahlreicher Hersteller zurück gerufen, darunter Modelle von Honda, Toyota, Ford, Nissan und BMW. Die Luftsäcke des japanischen Zulieferers Takata können unter Umständen so heftig explodieren, dass sie die Fahrzeuginsassen verletzen.