Mazda MX-5 im Test: Wie Mazda mit einem Durchschnittsmodell ins Herz trifft
Düsseldorf. Meine Frau ist zunächst nicht begeistert, als ich ihr meine automobile Affäre vorstelle. „Ein Zweisitzer? Wer fährt denn so was noch?“ Tatsächlich müsste ich zugeben: nicht mehr viele. Bezahlbare Cabrios wie den Mazda MX-5 gibt es kaum noch. Neue Sicherheitsvorgaben der EU und der höhere Verbrauch machen die Modelle selbst für die Hersteller unattraktiv. Doch statt meiner Frau zuzustimmen, sage ich nur: „Aber ist er nicht schön?“
Denn das ist der Mazda MX-5 tatsächlich. Der Testwagen schimmert in Kirschrot. Ein Metallic-Lack, den die Japaner schon seit Jahren nutzen. Doch bei kaum einem Modell entfaltet er eine Wirkung wie beim MX-5. Die ausfahrbaren Kulleraugen des ersten MX-5 aus dem Jahr 1989 hat der Hersteller im Laufe der Jahre durch zwei schmale, fast etwas aggressive LED-Frontleuchten ersetzt, doch der Charakter des Cabrios ist genauso geblieben wie das schwarze Stoffverdeck.
Die leicht geschwungenen Linien des Kodo-Designs von Mazda sorgen für stimmige Proportionen. Kodo bedeutet auf Japanisch so viel wie Herzschlag, und das trifft es auch.