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Auto-Extras Fünf Assistenten, die man wirklich braucht

Zahlreiche Assistenzsysteme sollen in Kürze Pflicht für Neuwagen werden. Einige sind beim Neuwagenkauf schon heute ein sinnvolles Investment.
  • Holger Holzer
27.04.2020 - 10:10 Uhr 6 Kommentare
  • Spotpress
5x: Wichtige Assistenten   - Ein Viertel mehr Sicherheit   Quelle: Volvo
Im Toten Winkel

Viele Autos sind im Rückspiegel nicht sichtbar. Ein Assistent erhöht die Sicherheit spürbar.

Köln Moderne Assistenzsysteme sind heutzutage selbst für Kleinstwagen zu bekommen. Viele der Helfer will die EU ab 2022 zum Standard machen. Einige sollten aber auch heute schon bei jedem Neuwagen an Bord sein. Die fünf wichtigsten optionalen Assistenten.

1. Abstands-Tempomat

Der meist mit Radartechnik arbeitende Distanz-Regler könnte 17 Prozent aller schweren Unfälle mit Personenschaden verhindern, wie die Bundesanstalt für Straßenwesen errechnet hat.

Weil der Tempomat automatisch für eine gleichmäßige Fahrt sorgt, spart er außerdem Kraftstoff – bis zu 10 Prozent, wie die Universität Dresden ermittelt hat. 

2. Notbremsassistent

Zunächst vor allem eine funktionelle Erweiterung des Abstands-Tempomaten, gibt es ihn mittlerweile auch allein und entsprechend günstig. Moderne Varianten erkennen neben Autos und festen Hindernissen auch Fahrradfahrer und Fußgänger.

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    Doch selbst die simpelsten Ausführungen können Unglücke verhindern: Die Unfallforscher der Versicherer haben errechnet, dass Notbremsassistenten das Risiko von Auffahrunfällen mit Personenschaden um 28 Prozent senken können. 

    3. Spurhalteassistent

    Wer in die Gegenspur gerät, verursacht schnell einen sehr schweren Unfall. Kamerabasierte Assistenten erkennen das unbeabsichtigte Überfahren der Markierungslinien und warnen. Neuere Systeme geben zusätzlich einen automatischen Lenkimpuls in die korrekte Richtung.

    Schätzungen des britischen Verkehrsforschungsinstituts TRL zufolge führt eine Einführung zu bis zu 3.500 weniger Toten und 17.000 weniger Schwerverletzten in Europa.

    4. Spurwechselassistent

    Bei rund jedem vierten Unfall während des Spurwechsels übersieht der Fahrer laut dem amerikanischen Verkehrssicherheitsinstitut IIHS einen anderen Verkehrsteilnehmer im toten Winkel.

    Ein spezieller Assistent leuchtet genau diesen uneinsehbaren Bereich aus und alarmiert den Spurwechselwilligen akustisch und visuell. Neuere Versionen geben ebenfalls einen Lenkimpuls. 

    Beim Lkw gibt es die Sonderform des Abbiegeassistenten, der schwere innerstädtische Unfälle mit übersehenen Radfahrern und Fußgänger verhindern soll. 

    5. Intelligentes Licht

    Mitlenkende Scheinwerfer gibt es schon einige Zeit. Moderne Matrix-LED-Leuchten erreichen in dieser Hinsicht seit kurzem eine besonders hohe Flexibilität, sind aber noch nicht in allen Fahrzeugklassen zu haben.

    Einigermaßen durchgesetzt hat sich jedoch bereits der Fernlichtassistent, der quasi ein permanentes Fahren mit dem weitreichenden Lichtkegel erlaubt. Bei Gegenverkehr wird abgeblendet, entweder komplett oder nur in dem Bereich des anderen Fahrzeugs. Der TÜV Rheinland hat für den Fall der Einführung eine mögliche Reduzierung der Verkehrstotenzahlen um 18 Prozent errechnet.

    Mehr: Das sind die fünf sichersten Autos für Familien

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    6 Kommentare zu "Auto-Extras: Fünf Assistenten, die man wirklich braucht"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nach 51 Jahren Führerschein habe ich mir ein Fahrzeug geleistet, das alle aufgeführten Assistenten besitzt. Es ist in der Tat extrem hilfreich,verschiedene Kameras zur Fahrsicherheit zu nutzen. Ich fahre deshalb nicht schneller und nicht aggressiver, sondern konzentriere mich wie bisher auf das Fahren.

    • Jetzt lache ich aber mal laut auf. Nicht alle Assistenzsysteme werden in Frage gestellt. ABS, ESP (ja, auch das sind Assistenzsysteme) sind nicht wegzudenken. Die Zahl der Verkehrstoten ist in der Tat gefallen, weil Fahrzeuge allein durch Fahrzeugstruktur und Airbags erheblich sicherer geworden sind. Gleichzeitig ist die Zahl der Unfälle deutlich gestiegen: Auffahrunfälle werden hier oft erwähnt. Ebenso Unfälle, bei denen das Fahrzeug aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen ist. Warum haben die Assistenzsysteme hier nicht geholfen? Bevor man hier von Verkalkung der Blutgefäße im Gehirn spricht, sollte man vielleicht das Eigene auf Funktionsfähigkeit prüfen.

    • In den 60er und 70er Jahren gabt es allein in Deutschland jährlich um die 20.000 Verkehrstote, heute sind es, obwohl das Verkehrsaufkommen stark gestiegen ist, weit unter 4.000, und das liegt auch an den technischen Fortschritt und an den Assistenzsystemen. Beim lesen einiger Kommentare drängt sich der Eindruck auf, dass demnächst nicht die geistige Reife für die Fahreignung geprüft werden sollte, sondern vielmehr die Verkalkung der Bultgefäße im Gehirn. Mancher scheint nicht ein Mal zu begreifen wozu (und wozu nicht!) Assistenzsysteme gut sind und warum, protzt aber mit langer unfallfreier Fahrpraxis. Da kann man nichts machen.

    • Ich benötige diese Technik zwar auch nicht, aber wenn man viel unterwegs ist, sieht man, dass viele Fahrer diese Technik dringend benötigen. Auch sollte der geistige Zustand bei der Erteilung einer Fahrerlaubnis eine Rolle spielen, -was nützt es wenn ich den Sehtest bestehe, aber das Gehirn für das Führen eines Fahrzeuges nicht ausgereift ist. Ich fahre in das andere Fahrzeug nicht hinein, weil ich es nicht gesehen habe, sondern weil ich mit zu hoher Geschwindigkeit einen zu geringeren Abstand halte. Auch Kinder die überfahren wurden, werden zuvor fast immer gesehen, aber wenn ich nicht kapiere, das hier Gefahrpotenzial besteht, dann dürfte ich kein Fahrzeug lenken. In der Regel komme ich dann mit einer Geldstrafe davon, -der Staat verdient am Unglück der anderen.

    • Ich habe meinen Führerschein 1983 gemacht. Und daher brauche ich gar keinen Assistenten und sonstigen Blödsinn. Mein Auto ist knapp 30 Jahre alt und ich fahre seit über 35 Jahren unfallfrei. Ich habe eine Bremse, eine Kupplung, ein Lenkrad sowie Sessel und Sofa aus den 80-ern. Wenn ich in ein paar Jahren in die Rente gehe, reicht mir ein Benzin-Mofa vollkommen aus.

    • Offensichtlich ist einigen der Unterschied zwischen "assisitieren" und "ersetzen" nicht bekannt. Seit gut 30 Jahren habe ich nun meinen Autoführerschein und stelle mir beim Lesen der Zeilen die Frage: Wie habe ich unfallfreies Fahren in all den Jahren nur "ohne" geschafft? Spurhalteassistenz? Lernen wir das Spurhalten nicht in der Fahrschule? Abstandsregeltempomat? Funktioniert nicht immer: Dreispurige Autobahn, lange Linkskurve, LKW recht, Fahrer will in der Mittelspur überholen, Radarsystem erfasst langsameren LKW und bremst ab. Intelligentes Licht? Ist nur so intellgent wie der Autofahrer selbst. Wer bei Nebel oder schlechter Witterung Fahrzeugen ohne eingeschaltetem Abblendlicht begegnet weiss, der hat sich nur auf die Lichtautomatik verlassen. Kurzum: Beim Autofahren sollte man sich schlicht und ergreifen aufs Autofahren konzentrieren. Wer hier den Assistenzsystemen die Arbeit überlässt, will so vermutlich mehr Zeit fürs Daddeln am Steuer verbringen.

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