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Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein FDP-Spitzenkandidatin bleibt in Hamburger Bürgerschaft

Die FDP scheitert in Hamburg knapp, aber die Spitzenkandidatin zieht per Direktmandat in die Bürgerschaft ein. Dort wird sie es schwer haben.
25.02.2020 - 17:10 Uhr Kommentieren
Die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin wird von Katja Suding (r.) beglückwünscht. Quelle: dpa
Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein (l.)

Die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin wird von Katja Suding (r.) beglückwünscht.

(Foto: dpa)

Berlin Der Wahlabend in Hamburg war eine Nervenprobe für Anna von Treuenfels. Zunächst konnte die Spitzenkandidatin der Hamburger FDP damit rechnen, dass es ihre Partei knapp in die Bürgerschaft schaffen wird. Dann kursierten Meldungen über einen Auszählungsfehler. Und die Befürchtung bestätigte sich: Die FDP scheiterte an der Fünfprozenthürde.

Von Treuenfels aber wird dem Hamburger Landesparlament aller Voraussicht nach weiterhin angehören. Möglich macht dies das komplexe Hamburger Wahlrecht, das gleich mehrere Direktmandate in den Bezirken vorsieht. Die 57-jährige Juristin von Treuenfels holte eines der vier Mandate in ihrem Bezirk Blankenese. Ein schwacher Trost nach dem schwachen Wahlergebnis.

Nun wickelt die FDP ihre Fraktion in der Bürgerschaft ab. Auf deren Unterstützung muss von Treuenfels künftig verzichten. Üppig sind die Ressourcen in der Hansestadt ohnehin nicht, die Bürgerschaft ist ein Teilzeitparlament, die Abgeordneten gehen noch einem Hauptberuf nach. Als Einzelkämpferin im rot-grün dominierten Parlament wird es von Treuenfels schwer haben.

Die Mutter dreier Kinder begann ihr politisches Engagement 2009 mit einem erfolgreichen Volksbegehren gegen eine Schulreform. Als einzige Partei unterstützte die FDP von Treuenfels. Für die Liberalen wurde sie dann 2011 in die Bürgerschaft gewählt. Auch in ihrem Wahlkampf als Spitzenkandidatin setzte sie auf das Bildungsthema.

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    Als Hauptgrund für das Scheitern sieht sie den Eklat um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich mit Stimmen der AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten: Der so entstandene Vertrauensverlust „war für uns sehr, sehr schwer in kurzer Zeit wieder aufzuholen“, sagte sie.

    So wie von Treuenfels es in die Bürgerschaft geschafft hat, so verpasste CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg den Einzug ins Parlament. Er hatte nur auf der Landesliste kandidiert. Wegen des schlechten Abschneidens der CDU zog sein Platz allerdings nicht.

    Mehr: Das Scheitern der FDP in Hamburg begründet der FDP-Chef mit den Vorgängen in Thüringen. Auch seine eigene Rolle sieht Lindner kritisch.

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