Digitalgipfel: Berlin und Paris sprechen von Souveränität – über Huawei-Netze
Berlin, Düsseldorf. Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron am Dienstagnachmittag auf dem Gipfeltreffen über die digitale Souveränität Europas in Berlin sprechen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass all ihre mobile Kommunikation über Funkmasten des umstrittenen chinesischen Unternehmens Huawei geht – und die der anderen Teilnehmer auch.
Das berichten mehrere Industrieinsider dem Handelsblatt. Auch die „Wirtschaftswoche“ berichtet darüber. Wie aus einer offiziellen Karte der Bundesnetzagentur hervorgeht, hat die Deutsche Telekom direkt auf dem Veranstaltungsgelände des Euref-Campus einen Mast, der laut Industriekreisen mit Equipment von Huawei ausgestattet ist.
Sicherheitsexperten warnen seit Jahren vor chinesischem Equipment in deutschen und europäischen Mobilfunknetzen. Sie fürchten, dass China sich damit letztlich Zugriff auf wichtige Daten verschaffen kann.