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InterviewBAVC-Präsident Beckmann: „Digitale Lernformate ausbauen“

Aus der Coronakrise müssen die richtigen Lehren gezogen werden, sagt der Präsident der Chemiearbeitgeber. Corona sei als Weckruf zu verstehen.Frank Specht 16.06.2020 - 17:59 Uhr

„Corona ist ein Weckruf.“

Foto: Merck

Berlin. Kai Beckmann ist Präsident des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) und Mitglied der Geschäftsleitung bei Merck.

Herr Beckmann, die Bundesregierung belohnt kleine und mittelständische Betriebe, die trotz Corona ausbilden. Aber sollte die Ausbildung nicht im ureigenen Interesse der Unternehmen liegen?
Ausbildung ist für unsere Branche sowohl Herzensangelegenheit als auch wohlverstandenes Eigeninteresse. Gut ausgebildete Fachkräfte brauchen wir jetzt und in Zukunft – mit oder ohne Corona.

Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten gehen leer aus. Halten Sie das für gerechtfertigt?
Die Maßnahmen sollten Betriebe unterstützen, die von der Krise stark betroffen sind – und zwar unabhängig von der Betriebsgröße. Gleiches gilt für Unternehmen, die an anderer Stelle gestrichene Plätze auffangen. Nur so können wir eine spürbare Wirkung am Ausbildungsmarkt erzielen.

Droht eine verlorene Generation, weil Jugendliche jetzt mit Förderung vielleicht noch ausgebildet, nach Abschluss dann aber nicht übernommen werden?
Natürlich wird das Thema Übernahme durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie deutlich erschwert. Aber wir werden gegenhalten und alles dafür tun, Zukunftschancen für Auszubildende und Unternehmen zu erhalten. Sicherlich wird es mehr befristete Übernahmen geben als ohne Corona.

Brauchen wir für Corona-Zeiten auch neue Ausbildungsformate?
Viele Betriebe haben die Krise als Chance genutzt, um ihr Angebot an digitalen Lernformaten auszubauen oder neu zu etablieren. Das sollten wir weiter fördern. Die richtige Mischung aus digitaler Bildung und Lernen vor Ort ist attraktiv für Auszubildende und Unternehmen.

Welche Lehren sollten wir aus der Coronakrise ziehen, was die Ausbildung angeht?
Corona ist ein Weckruf, die längst überfällige Digitalisierung des Bildungssektors voranzutreiben. Dafür müssen vor allem die Berufsschulen gestärkt werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass die „digitale Schere“ zwischen Betrieben und Schulen immer weiter auseinandergeht.

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