Lindner-Nachfolger: Finanzminister Jörg Kukies sorgt sich um eine „große Lücke“
Berlin. Im Ministerbüro von Jörg Kukies hängt ein eingerahmtes Trikot des 1. FSV Mainz 05 mit den Unterschriften aller Spieler. Ansonsten hat der neue Finanzminister noch keine Zeit gehabt, sein Büro besonders herzurichten. Seit dem 7. November ist er im Amt, gerade war er mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) beim G20-Gipfel in Rio de Janeiro.
Für Scholz arbeitet der ehemalige Investmentbanker seit knapp sieben Jahren, bisher als sein Wirtschaftsberater im Hintergrund. Nun steht Kukies als Minister selbst in der ersten Reihe. In seinem ersten ausführlichen Interview spricht er mit dem Handelsblatt über die Prioritäten seiner wohl kurzen Amtszeit.
Beim Haushalt läuft es vergleichsweise gut. „Im Moment sieht es so aus, dass wir das Jahr gut abschließen können“, sagt er. Doch die anhaltende Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft macht Kukies Sorgen: „Das darf man nicht kleinreden.“
Lesen Sie hier das komplette Interview:
Herr Kukies, tut Ihnen Olaf Scholz leid?
Warum sollte er mir leidtun?
Während Sie gerade mit ihm beim G20-Gipfel in Brasilien waren, wurde er zu Hause von seiner eigenen Partei demontiert. Ein SPD-Politiker nach dem anderen sprach sich gegen seine Kanzlerkandidatur aus.
Olaf Scholz ist unser Bundeskanzler und ein guter Wahlkämpfer.