Neubauer, Reul, Lang, Hüther, Latif: Aufgeheiztes Klima beim „Anne Will“-Talk zu Lützerath
Das Thema Lützerath wurde teils emotional diskutiert.
Foto: NDR/Dirk UhlenbrockBerlin. Der Kampf, oder soll man besser sagen: die Schlacht um Lützerath, war geschlagen, aber der Schlachtenlärm längst nicht abgeebbt. Im Talkstudio von „Anne Will“ wurde jedenfalls mit Eifer und Einsatz und mit Worten weitergekämpft. Wie auch anders, wenn NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und „Fridays for Future“-Aktivistin Luisa Neubauer eingeladen waren.
Es war nicht überraschend, dass Neubauer und Reul die Aktionen von Demonstranten und Polizei völlig konträr beurteilten, Neubauer nannte das Vorgehen der Polizei „völlig unverhältnismäßig“, Reul sah durch die Art und Weise des Widerstands das „Klimaschutzziel diskreditiert“.
Es war klar, dass bei dem Thema „Kampf um Lützerath – Zerreißprobe für die deutsche Klimapolitik?“ erst mal diese Fronten geklärt werden mussten. Überraschend – ja ein bisschen unfair – war, wie Anne Will Luisa Neubauer ins Kreuzverhör nahm.
Wie sie es denn mit der Gewalt halte, ob sie sich nicht hätte klarer davon hätte distanzieren müssen, lauteten zwei der Fragen. Egal, die Diskussion löste sich rasch von den Ereignissen in Lützerath und steuerte ins eigentliche Thema hinein: Welche Klimapolitik, wann, von wem?