Personalie: Susanne Henckel wird neue Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium
Die 56-Jährige führt seit 2014 den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg.
Foto: imago images/tagesspiegelBerlin. Die Chefin des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg, Susanne Henckel, wird neue Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium. Das erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Die 56-Jährige führt seit 2014 den Verkehrsverbund und gilt als ausgewiesene Expertin des Bahn- und Nahverkehrsmarktes. Bereits während ihres Studiums in Kaiserslautern und Kassel hat sich die gelernte Verkehrsingenieurin mit dem System Schiene beschäftigt.
Mit der Verkehrswende und der Frage, wie sich mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern lässt, beschäftigt sie sich bereits seit Jahren. Sie versucht vor allem, den Nahverkehr so zu organisieren, dass er in der Fläche präsent und zugleich für die Menschen bezahlbar ist.
Henckel ist zugleich seit 2018 Präsidentin des Bundesverbands Schienennahverkehr, den sie von 2010 bis zu ihrem Wechsel zum VBB als Geschäftsführerin leitete. Davor war sie 16 Jahre lang für den nordhessischen Verkehrsverbund tätig. Sie wirbt dafür, dass „die Verkehrswende Wirklichkeit wird“.
Mit Henckel holt sich Bundesverkehrsminister Volker Wissing ein Schwergewicht der Branche ins Haus. Er sieht vor allem den Nahverkehr als eines der großen Problemfelder. So beklagt er die Behäbigkeit der Branche, die es bis heute nicht geschafft hat, ein bundesweit einheitliches E-Ticket einzuführen.
Stattdessen gibt es unzählige Verkehrsverbünde mit jeweils individuellen Tarifen und oftmals unabgestimmten Fahrplänen. Wissing selbst hatte als Landesminister in Rheinland-Pfalz aus fünf Tarifverbünden zwei gemacht und seinerzeit schon dafür geworben, Nah- und Fernverkehr besser miteinander zu vernetzen. Mit Henckel komplettiert Wissing seine dreiköpfige Staatssekretärsriege.