Sicherheit: Erhöhte Wachsamkeit nach Anschlagsfurcht in Köln und Wien
Köln/Wien. Nach dem Terroralarm für den Kölner Dom und eine Kirche in Wien herrscht mit Blick auf Silvester erhöhte Vorsicht. „Es besteht im Moment eine erhöhte Bedrohungslage im Bereich des islamistischen Terrorismus. Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern handeln daher mit größter Wachsamkeit“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin.
Im Zusammenhang mit dem Terroralarm für den Kölner Dom nahm die Polizei einen Verdächtigen in Wesel Gewahrsam. Die Polizei habe in der Stadt am Niederrhein an Heiligabend eine Wohnung mit Spezialeinheiten durchsucht und fünf Männer in Gewahrsam genommen. Während vier von ihnen wieder auf freien Fuß gekommen seien, hätten die Einsatzkräfte einen 30 Jahre alten Tadschiken „zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam“ genommen, teilte die Polizei am Dienstagabend mit. Zu ihm lägen staatsschutzrelevante Erkenntnisse vor.
Das Amtsgericht Oberhausen habe am ersten Weihnachtstag auf Antrag der Polizei Köln die Anordnung der Ingewahrsamnahme bis zum 7. Januar bestätigt. Kripochef Michael Esser sagte: „Wir schöpfen alle rechtlichen Möglichkeiten aus, um die Menschen, den Dom und die bevorstehenden Silvesterfeierlichkeiten zu schützen.“ Zu den Hintergründen der Ingewahrsamnahme werde die Polizei wegen aktuell laufender Ermittlungen bis auf Weiteres keine Auskünfte erteilen.