Transformation: Irrweg Wasserstoff-Import? Forscher zeigen Alternativen auf
Berlin. Forscher warnen die Politik vor dem Versuch, alle Produktionsschritte energieintensiver Branchen durch den Einsatz von Wasserstoff in Deutschland erhalten zu wollen. Nach ihrer Einschätzung ist das ineffizient, weil der Wasserstoff hierzulande zu teuer ist.
Die Transformation und der langfristige Erhalt der Stahl- und Chemieindustrie auf der Basis von per Schiff importiertem oder in Deutschland hergestelltem Wasserstoff „erscheinen zunehmend unplausibel“, heißt es in einer dem Handelsblatt vorliegenden Studie des Ariadne-Konsortiums.
Die Autoren schreiben, es sei „aus fundamentalen physikalischen und ökonomischen Gründen unrealistisch, sämtliche energieintensive Produktionsschritte grüner Grundstoffe in Zukunft in Deutschland durchzuführen“. Dies politisch erzwingen zu wollen, sei der falsche Weg.
Die Studie haben Autoren des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung und des Beratungsunternehmens Guidehouse erarbeitet. Sie sind drei der 27 Forschungseinrichtungen, die sich im Ariadne-Konsortium zusammengeschlossen haben, um zu erforschen, wie Klimaziele erreicht werden können. Es wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.