Untervermietung: Werden Untermieter systematisch ausgebeutet?
Berlin. Mietwucher ist seit Jahren ein politisches Streitthema. Doch auch mit Untermieten lässt sich wuchern: Denn billige Altmietverträge können inzwischen ähnlich wertvoll wie Eigentum sein. Es gibt Mieter, die das ausnutzen.
Mieter, die vielleicht selbst gar nicht mehr in der vor Jahren angemieteten Wohnung leben, sondern diese einem Untermieter überlassen – und daraus Profit schlagen. Manche sehen darin eine neue Form der Ausbeutung. Die Politik erwägt einzugreifen.
Die Grünen-Berichterstatterin für Wohnungs- und Mietenpolitik, Hanna Steinmüller, sagte dem Handelsblatt: „Wir prüfen, inwieweit es einer weiteren gesetzlichen Klarstellung bedarf.“
Aber auch das gilt es zu bedenken: In teuren Großstädten sind manche Mieter darauf angewiesen, unterzuvermieten, um sich das Leben dort überhaupt leisten zu können. Grundsätzlich dürfen sie das auch, um damit die Mietkosten zu verringern. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) aktuell in einem Beschluss bekräftigt.
Führt das Urteil dazu, dass sich die Mietpreise weiter erhöhen? Sind Alt-Mietverträge das neue Beton-Gold? Werden Untermieter systematisch abgezockt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.