Energieversorgung: Rettung aus der Tiefe: Wie Geothermie die Abhängigkeit von Gas aus Russland reduzieren kann
Die Stadtwerke München wollen bis 2040 klimaneutral werden – mithilfe von Geothermie.
Foto: dpaBerlin. Das Beratungsunternehmen DWR eco kommt zu sehr eindeutigen Ergebnissen: „Die Tiefengeothermie in Deutschland hat das Potenzial, über ein Viertel des gesamten deutschen Wärmebedarfs zu decken und 60 Prozent der russischen Gasimporte mittelfristig zu ersetzen“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie von DWR eco, die dem Handelsblatt vorliegt. DWR eco berät Unternehmen aus der Energiebranche zu erneuerbaren Energien.
Damit könnte die Nutzung der Erdwärme einen ganz wesentlichen Beitrag leisten, um die Wärmewende zu schaffen. Das politische Ziel der Klimaneutralität bis 2045 macht es erforderlich, das Heizen und Kühlen von Gebäuden und die Warmwasseraufbereitung vollkommen umzustellen. Außerdem zwingt die Gasversorgungskrise ausgelöst durch den Ukrainekrieg zu schnellem Handeln.
Energieversorgung: Wärmebedarf mit Geothermie decken
Der Gebäudebestand in Deutschland ist jedoch von Klimaneutralität noch meilenweit entfernt. Jahr für Jahr geben Bund und Länder Milliardenbeträge aus, um den energetischen Zustand von Gebäuden zu verbessern und den Austausch von Heizungssystemen anzureizen. Doch die Erfolge sind bescheiden. Die Sanierungsraten bleiben weit hinter den erforderlichen Werten zurück.