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Corona-NewsSchwache Impfstoffnachfrage belastet Biontech – Reisebranche hat Corona-Krise mit Rekordumsatz hinter sich gelassen

Live-BlogBevölkerung über Corona-Sorgen im Herbst gespalten +++ Lauterbach will 100 Millionen Euro für Long-Covid-Forschung +++ Der Newsblog. 13.02.2025 - 13:20 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Nachfrageeinbruch bei Corona-Impfstoffen setzt dem Mainzer Biotechunternehmen Biontech zu.

Foto: AP
06.08.2024 – 23:25 Uhr Anne Schwedt

BioNTech wegen Lizenzgebühren für Corona-Impfstoff in den USA verklagt

Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen BioNTech sieht sich in den USA mit einer Klage wegen angeblich zu niedriger Lizenzgebühren für seinen Corona-Impfstoff Comirnaty konfrontiert. Die Universität von Pennsylvania reichte am Montag eine entsprechende Klage ein, wie am Dienstag aus Gerichtsunterlagen hervorging. Die Hochschule führt an, BioNTech schulde einen höheren Anteil an den weltweiten Impfstoffverkäufen. Begründet wird dies mit der Nutzung grundlegender" mRNA-Erfindungen der Professoren und Nobelpreisträger Katalin Kariko und Drew Weissman. BioNTech war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Laut Klageschrift erhielt BioNTech 2017 über ein anderes Unternehmen eine Unterlizenz für die Technologie der Universität. Diese sei dann für die Entwicklung von Comirnaty mit Pfizer genutzt worden. Pfizer ist in diesem Fall nicht Beklagter. Die Hochschule fordert Schadenersatz und eine Ausweitung der Lizenzgebühren auf alle Impfdosen, die in Ländern mit gültigen Patenten der Universität hergestellt werden - unabhängig davon, wo sie verkauft werden.
24.07.2024 – 10:53 Uhr Anna Kipnis

Angepasster Corona-Impfstoff kommt im August 

Für Corona-Auffrischimpfungen soll im August ein angepasster Impfstoff für die aktuell kursierende Virusvariante JN.1 verfügbar sein. Von der kommenden Woche an werde das vom Bund beschaffte Präparat des Herstellers Biontech für alle Altersgruppen an den Pharma-Großhandel ausgeliefert, teilte das Gesundheitsministerium in Berlin mit. Praxen könnten den Impfstoff Comirnaty dann bis zum 6. August bei Apotheken bestellen und vom 12. August an geliefert bekommen. 

Die Impfung bleibe auch weiterhin eine wichtige Säule beim Schutz der Bevölkerung vor Corona-Erkrankungen, erläuterte das Ministerium. Dies gelte insbesondere für vulnerable Menschen aus Risikogruppen. In Deutschland vorherrschend sei derzeit die JN .1-Sublinie KP.3 mit einem Anteil von rund 55 Prozent. Die Sublinie KP2 hatte nach den Daten aus der Woche vom 24. Juni einen Anteil von 23 Prozent.
01.06.2024 – 20:59 Uhr Anne Schwedt

WHO-Mitglieder verhandeln weiter über Pandemie-Abkommen

Die Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wollen Verhandlungen über ein weltweites Pandemie-Abkommen fortsetzen. Das beschlossen sie am Samstag zum Abschluss ihrer Jahrestagung in Genf. So ein Abkommen soll bei der nächsten Pandemie dafür sorgen, dass die Welt besser vorbereitet ist und wichtige medizinische Güter weltweit gerechter verteilt werden. Über eins sind sich Gesundheitsexperten einig: Eine neue Pandemie ist nur eine Frage der Zeit, wie eine WHO-Sprecherin sagte. 

Eigentlich hätte das Abkommen schon diese Woche in Genf feierlich verabschiedet werden sollen. Unter dem Eindruck der verheerenden Corona-Pandemie hatten die 194 WHO-Mitglieder gut zwei Jahre darüber verhandelt. Aber je länger die akute Phase der Pandemie zurücklag, desto weniger Kompromissbereitschaft zeigten die Regierungen. 
08.03.2024 – 02:42 Uhr Anne Schwedt

Corona-Hilfen erschlichen: Angestellte der Stadt New York verhaftet

 Mehrere Angestellte der Stadt New York sind am Donnerstag (Ortszeit) verhaftet worden, weil sie sich mit den Daten von Obdachlosen während der Pandemie Conona-Hilfen erschlichen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft Manhattan erhob Anklage gegen 18 Personen, darunter fünf Mitarbeiter der städtischen Obdachlosenbehörde und zwei Briefzusteller des US Postal Service. Ihnen wird vorgeworfen, die Behörden seit April 2020 gemeinsam um rund 1,2 Millionen Dollar betrogen zu haben, die eigentlich als Unterstützungszahlungen für Arbeitslose gedacht waren.

„Der Diebstahl der Identität von New Yorkern, von denen viele obdachlos sind, und der Betrug an einem wichtigen sozialen Sicherheitsnetz in einer der schwierigsten Zeiten in der Geschichte unserer Stadt ist geradezu beschämend“, sagte Staatsanwalt Alvin Bragg.
08.02.2024 – 01:57 Uhr Anne Schwedt

RKI: Grippewelle dauert an - Coronazahlen weiter rückläufig 

Nach wie vor erkranken zunehmend Menschen in Deutschland an einer Grippe. Alle Altersgruppen sind betroffen, wie es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hieß, der in der Nacht zum Donnerstag veröffentlicht wurde und sich auf die Woche bis zum 4. Februar bezieht. Die Erkrankungen führten zu „einer hohen Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen“.  Für die vergangene Woche seien bislang knapp 31 600 bestätige Laborfälle an das RKI übermittelt worden. 16 Prozent der Betroffenen kamen demnach in ein Krankenhaus. Insgesamt wurden den Experten seit Oktober rund 102 000 Grippefälle übermittelt. Dabei ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Auch die RSV-Welle (Respiratorisches Synzytial-Virus) bestimmt nach wie vor das Infektionsgeschehen in Deutschland. „Von einer Krankenhauseinweisung mit RSV-Infektion sind insbesondere Kleinkinder betroffen“, schrieb das RKI.

Bei älteren Menschen führten derzeit häufig Grippeinfektionen und deutlich seltener Covid-19-Infektionen zu schwer verlaufenden Erkrankungen. Insgesamt sind die Meldezahlen für Corona allerdings weiterhin rückläufig und liegen deutlich unter den gemeldeten Grippefällen. Die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen schätzt das RKI für vergangene Woche auf etwa 6,1 Millionen, unabhängig von einem Arztbesuch.
12.01.2024 – 11:07 Uhr Patricia Hoffhaus

WHO: Covid-19 ist weiter Bedrohung  mehr Schutzmaßnahmen nötig

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet den Umgang mit Covid-19 weltweit mit Sorge. „Obwohl wir nicht in einer Krise sind, bleibt Covid-19 weiterhin eine Bedrohung der globalen Gesundheit“, sagte Corona-Expertin Maria Van Kerkhove am Freitag in Genf. Es werde zu wenig geimpft und die Menschen ergriffen zu wenig Schutzmaßnahmen. Dazu gehört nach ihren Angaben, dass dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, Masken getragen werden, Leute bei Anzeichen von Krankheit zu Hause bleiben und Räume gut gelüftet werden. Mehr getan werde müsse auch, um Langzeitfolgen einer Corona-Infektion besser zu untersuchen und zu behandeln.

Nach Angaben von Van Kerkhove erleben nach Schätzungen sechs Prozent der Menschen, die eine Corona-Infektion mit Symptomen haben, längerfristige Komplikationen. Dazu gehören unter anderem starke Ermüdung, aber auch neurologische Leiden und Herzerkrankungen. Von längerfristigen Komplikationen ist die Rede, wenn Symptome mehr als drei Monate anhalten. Die WHO sei besorgt, welche Folgen in fünf oder mehr Jahren noch sichtbar seien. All dies seien gute Gründe, Infektionen möglichst zu vermeiden. Die Impfstoffe schützten vor schweren Verläufen. Besonders Ältere über 75 und jüngere mit anderen Krankheiten oder schwachem Immunsystem sollten alle sechs bis zwölf Monate eine Auffrisch-Impfung erhalten.

Die WHO kritisiert, dass in vielen Ländern kaum noch getestet werde. Die tatsächliche Zahl der Fälle dürfte weit über den gemeldeten Fällen liegen. Abwasser-Untersuchungen legten nahe, dass das Virus 2- bis 19-mal so viel zirkuliere, wie die gemeldeten Zahlen vermuten ließen. Bis Ende 2023 waren der WHO rund sieben Millionen Todesfälle durch Covid-19 gemeldet worden. Die wahre Zahl dürfte mindestens dreimal so hoch sein, wie Van Kerkhove sagte.
29.11.2023 – 23:59 Uhr Anne Schwedt

Vermehrte Atemwegserkrankungen: Krankenhäuser rufen zu Corona- und Grippeimpfungen auf

Angesichts der zunehmenden Zahl von Atemwegserkrankungen hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) an die Bevölkerung appelliert, sich gegen die Grippe und das Coronavirus impfen zu lassen. Die derzeitige Krankheitswelle habe nicht nur Auswirkungen auf die ambulante Versorgung, sondern auch auf die Krankenhäuser, sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstagsausgaben).

Der Herbst und der Winter seien bereits vor der Pandemie aufgrund "der hohen Krankheitslast der Atemwegserkrankungen" eine Herausforderung gewesen, sagte Gaß weiter. "Mit dem Corona-Virus ist nun aber seit 2020 ein weiterer Erreger hinzugekommen." Deshalb sei es so wichtig, sich gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) gegen Corona, aber vor allem auch gegen Influenza impfen zu lassen, fügte Gaß hinzu.

17.11.2023 – 09:35 Uhr Anna Kipnis

Im Haushalt „erheblich“ mehr Geld für Long-Covid-Forschung

Der Bund stellt im kommenden Jahr nach Angaben der grünen Haushaltspolitikerin Paula Piechotta „erhebliche zusätzliche Mittel“ für die Erforschung von Long Covid zur Verfügung. Mit nun knapp 150 Millionen Euro an Forschungsmitteln im Bereich des Bundesgesundheitsministeriums stärke man die Versorgungsforschung, teilte sie am Freitag in Berlin mit.

In der Nacht zum Freitag hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags in seiner sogenannten Bereinigungssitzung zahlreiche Änderungen an den Ausgabenplanungen für das kommende Jahr beschlossen, darunter fällt auch die Aufstockung der Gelder für die Long-Covid-Forschung.

Es liege in der Verantwortung des Gesundheits- und des Forschungsministeriums diese nun in einer „abgestimmten gemeinsamen Strategie ausschließlich für methodisch hochwertige Forschungsprojekte zu versorgungsrelevanten Fragen einzusetzen“, sagte Piechotta.

Bei X (ehemals Twitter) sprach Lauterbach am Freitag von einem großen Erfolg. Es stünden 100 Millionen Euro für Erwachsene und 50 Millionen Euro für Kinder zur Verfügung. Deutschland werde damit in der EU führend in der Versorgungsforschung von Long Covid.
08.11.2023 – 04:44 Uhr Anne Schwedt

Merz verlangt mehr Förderung zum Erforschen von Long Covid

Oppositionsführer Friedrich Merz hat die Bundesregierung aufgefordert, schnell mehr Geld in die Erforschung von Long Covid zu investieren. „Die exzellente Grundlagenforschung in Deutschland bleibt aktuell weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Ich fordere die Bundesregierung eindringlich auf, sich hier schnellstens zu korrigieren“, sagte der CDU-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Unter Long Covid versteht man die teils schweren Beschwerden, die nach einer akuten Krankheitsphase von vier Wochen fortbestehen oder dann neu auftreten.

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) habe in den vergangenen zwei Jahren bei einem Gesamtetat von über 41 Milliarden Euro nur etwas mehr als 9 Millionen Euro für die Forschungsförderung bereitgestellt, sagte Merz. „Ich finde das inakzeptabel und in Anbetracht der großen Betroffenheit in unserer Gesellschaft völlig unzureichend.“
29.10.2023 – 23:50 Uhr Leonie Tabea Natzel

Experten: Welt wäre auf neue Pandemie nicht genügend vorbereitet

Die Welt ist nach wie vor schlecht auf eine mögliche neue Gesundheitskrise oder Pandemie vorbereitet. Zu diesem Schluss kommt die unabhängige Beobachtungsstelle Gesundheits-Krisenvorsorge (GPMB) in einem Bericht vom Montag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltbank haben sie 2018 unter anderem als Reaktion auf einen verheerenden Ebola-Ausbruch in Westafrika eingerichtet. Die Beobachtungsstelle soll die Vorbereitungen in der Welt analysieren und Empfehlungen machen. Im Zuge der Corona-Pandemie sei einiges getan worden, hält sie fest, aber manche Länder hätten ihre Vorkehrungen, um auf ähnliche Krisen schnell reagieren zu können, wieder zurückgefahren und in anderen Ländern gebe es kaum Fortschritte.

Die Organisation macht mehrere Vorschläge, um die Krisenvorsorge weltweit zu verbessern. Länder müssten ihre Überwachung stärken, um neue Krankheiten frühzeitig erkennen zu können. Dazu müssten Datenerhebung und Analysekapazität verbessert werden. Ärmere Länder brauchten finanzielle Unterstützung und einen Schuldenaufschub, um Ressourcen bereitstellen zu können. Ein geplanter Fonds mit zehn Milliarden Dollar für Pandemievorbeugung und -vorbereitung müsse dringend finanziert werden.

Die Forschung und Entwicklung an neuen Medikamenten dürfe nicht wie bei der Coronapandemie in wenigen Ländern konzentriert sein. Die Zivilgesellschaft müsse in alle Vorbereitungen besser eingebunden werden. Die Co-Vorsitzende der Organisation, die frühere kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic sagte, mangelndes Vertrauen zwischen Ländern und zwischen Bürgern und Behörden mache gute Pandemievorbereitung schwierig. „Wir appellieren an die Staats- und Regierungschefs, diese Spaltungen zu überwinden und einen neuen Weg einzuschlagen, der auf der gemeinsamen Erkenntnis beruht, dass unsere künftige Sicherheit von sinnvollen Reformen und einem Höchstmaß an politischem Engagement für die gesundheitliche Notfallvorsorge abhängt.“
18.10.2023 – 02:06 Uhr Anne Schwedt

Hausärzte: Nachfrage nach Corona-Impfung bislang zögerlich

Die Nachfrage nach einer Corona-Impfung ist seit dem Start der Impfsaison vor etwa einem Monat noch zögerlich. Grundsätzlich bestehe der Eindruck, dass Patientinnen und Patienten Interesse an einer Auffrischungsimpfung hätten, teilte der Hausärztinnen- und Hausärzteverband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Nachfrage sei aber nicht mit den vergangenen Jahren vergleichbar und regional sehr unterschiedlich.

„Viele Patientinnen und Patienten sind auch schlichtweg verunsichert“, sagte die Bundesvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth. Der Beratungsaufwand sei nach wie vor sehr groß. „Es ist immer wieder schwer zu vermitteln, dass die Pandemie zwar vorbei ist, das Impfen aber weitergeht.“
16.10.2023 – 14:18 Uhr Patricia Hoffhaus

Moderna bekräftigt Corona-Impfstoffprognose

Der US-Biotechkonzern Moderna hält an den Geschäftserwartungen für seinen Covid-19-Impfstoff trotz der rückläufigen Nachfrage nach Impfungen fest. Für 2023 rechne Moderna weiter mit Impfstoffumsätzen von sechs bis acht Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen am Montag mit. Nach Beobachtung der weiteren Entwicklungen im Oktober werde Moderna dann einen besseren Überblick über seine Marktchancen haben. Der Rivale Pfizer hatte die Umsatzerwartungen für seinen gemeinsam mit der Mainzer Biontech entwickelten Impfstoff Comirnaty zuvor deutlich gesenkt - um zwei Milliarden Dollar für dieses Jahr. Der Konzern kündigte zudem hohe Abschreibungen auf Impfstoff-Lagerbestände an. Biontech erwartet deshalb im dritten Quartal Abschreibungen von bis zu 900 Millionen Euro.

Die mauen Aussichten für die Hersteller nach dem Boom in der Corona-Pandemie, der ihnen Milliardenumsätze einbrachte, belasteten zu Wochenbeginn die Aktien der Impfstoffhersteller. Moderna verloren im vorbörslichen Handel an der Wall Street rund vier Prozent, Pfizer sanken um zwei Prozent, Biontech gaben an der Börse in Frankfurt um mehr als acht Prozent nach.
16.10.2023 – 09:14 Uhr Patricia Hoffhaus

Schwache Impfstoffnachfrage belastet Biontech

Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech bekommt den Nachfrageeinbruch bei Corona-Impfstoffen stärker als gedacht zu spüren. Nachdem der US-Partner Pfizer vor wenigen Tagen eine drastische Senkung seiner Umsatz- und Gewinnziele sowie milliardenschwere Abschreibungen ankündigte, prüft auch Biontech die Auswirkungen auf sein Geschäft. Für das dritte Quartal rechnet das Unternehmen deshalb mit Abschreibungen von bis zu 900 Millionen Euro, wie Biontech am Montag mitteilte. Das entspreche der Hälfte des Bruttogewinnanteils aus der Vereinbarung mit Pfizer. „Jede solcher Abschreibungen wird die Umsatzerlöse, die das Unternehmen für 2023 ausweisen würde, reduzieren.“
12.10.2023 – 08:33 Uhr Leonard Frick

Verband: Erste Reisesaison seit Corona mit Umsatzplus

Die Reisebranche in Deutschland hat die Corona-Krise mit einem Rekordumsatz in diesem Jahr hinter sich gelassen. „Es ist die erste Reisesaison seit Corona, die mit einer positiven Umsatzbilanz abschließen wird“, sagte Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) am Donnerstag in Berlin. Das Plus ist allerdings auch auf gestiegene Preise und höhere Ausgaben der Urlauber zurückzuführen. Die Zahl der Gäste hinkt hinterher. Es gebe „eine beachtliche Zahl an Menschen in diesem Land, die sich eine organisierte Veranstalterreise derzeit nicht mehr leisten können oder wollen“, sagte Fiebig mit Blick auf die hohe Inflation.

Das habe das Zeug zu einer sozialen Frage. „Urlaub muss auch für Durchschnittsverdiener weiter bezahlbar bleiben“, sagte der DRV-Präsident. Die Preisschraube dürfte daher von keiner Seite überdreht werden – weder von den Zielgebieten noch von den Leistungsträgern. Zugleich appellierte Fiebig an die Bundesregierung, angesichts der hohen Inflation für Entlastung zu sorgen. „Es geht darum, dass die Menschen mehr Geld für den Konsum in der Tasche haben.“

Nach Daten des Analysehauses TDA sind die Urlaubsausgaben- und -preise allein im bevorstehenden Winter zum Winter 2018/19 um 27 Prozent gestiegen.

Im Touristikjahr 2022/23, das am 31. Oktober endet, buchten den Angaben zufolge bislang 16 Prozent weniger Urlauber als im Vor-Coronajahr 2018/19 eine Veranstalterreise. Der Umsatz einschließlich Preiserhöhungen lag dagegen bereits Ende August um sieben Prozent über dem Rekordendstand des Reisejahres 2018/2019. Dafür sorgte vor allem die Sommersaison mit einem Umsatzplus von bislang elf Prozent. Das vergangene Winterreisegeschäft verbuchte aufgrund der Pandemie noch ein Minus von vier Prozent.
02.10.2023 – 22:11 Uhr Anne Schwedt

USA: Haft wegen Diebstahls von Covid-Hilfen in Millionenhöhe

Wegen der Erschleichung von fast zwei Millionen Dollar aus einem Corona-Hilfstopf für Unternehmen muss ein Mann aus dem US-Staat Georgia für mehr als fünf Jahre ins Gefängnis. Das Urteil gegen Bernard O. fällte eine Bundesrichterin am Montag in der Stadt Brunswick, nachdem eine Jury ihn bereits im März des Betrugs und Komplotts für schuldig befunden hatte. Nach Angaben der Staatsanwälte füllte er in den Jahren 2020 und 2021 für sich und andere Dutzende Anträge auf Finanzhilfen aus, die US-Unternehmen durch die Pandemie retten sollten. Allerdings existierten die Firmen im Fall des heute 41-Jährigen nicht.

Aus Bundesmitteln seien O. und dessen Komplizen mehr als 1,9 Millionen Dollar (rund 1,79 Millionen Euro) ausgezahlt worden, hieß es in der Anklageschrift. Mit dem Geld hätten sie ein Haus und Fahrzeuge erworben, in Luxus geschwelgt und einen Toypudel gekauft. Als O. bei der versuchten Ausreise aus den USA verhaftet wurde, trug er fast 40 000 Dollar Bargeld bei sich.

Richterin Lisa Godbey Wood wies den Verurteilten auch an, die volle Millionensumme zurückzuzahlen. Eine Analyse der Nachrichtenagentur AP stieß auf Tausende mutmaßliche Komplotte zur Erschleichung von Leistungen aus Covid-19-Hilfsfonds. Der Schaden beläuft sich demnach auf mehr als 280 Milliarden Dollar.
02.10.2023 – 17:51 Uhr Leonard Frick

Lauterbach: Mehr Mittel für Long-Covid-Forschung nötig

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat erneut die Notwendigkeit zum Ausbau der Forschungsmittel für Long Covid hervorgehoben. Es gebe bereits viele Betroffene, darunter auch Kinder, und es müsse mit vielen zusätzlichen Fällen gerechnet werden, weil die Impfung „nicht perfekt“ vor Long Covid schütze, sagte Lauterbach am Montag bei einem Besuch des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM). Der Standort Marburg des UKGM hat eine der wenigen Long-Covid-Ambulanzen in Deutschland.

„Wenn Sie eine Million neue Covid-Fälle haben, dann haben Sie wieder Zehntausende Long-Covid-Fälle“, somit werde die Zahl der Betroffenen weiter steigen, sagte er. Einige der Patienten seien sehr schwer krank, es gebe noch keine Heilung, „auch nicht für die Kinder“.

In der Ambulanz werden auch Patienten betreut, die nach einer Corona-Impfung an Langzeitsymptomen leiden (Post Vac). Er glaube fest daran, dass mehr Geld für diese Forschung ausgegeben werden müsse, sagte Lauterbach. Derzeit stünden etwa 40 Millionen Euro für die Versorgungsforschung zur Verfügung. „Ich glaube, wir brauchen mindestens 100 Millionen Euro, um Versorgungsforschung auf dem Niveau machen zu können, wie es der Gruppe der Betroffenen eigentlich zustünde.“
28.09.2023 – 08:51 Uhr Leonard Frick

Corona-Meldezahlen steigen langsamer

Die Zunahme der laborbestätigten Corona-Fälle in Deutschland hat sich zuletzt verlangsamt. Vergangene Woche wurden bundesweit rund 7920 Nachweise von Sars-CoV-2 gemeldet, das ist seit einiger Zeit erstmals wieder ein Rückgang im Vergleich zum Wert der Vorwoche (8190). Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) hervor. Der Anstieg der Zahlen dauerte demnach seit etwa Anfang Juli an, nun scheine sich die Dynamik zu verlangsamen.

Laut Bericht macht die Corona-Variante EG.5 (auch Eris genannt) inzwischen gut die Hälfte der erfassten Fälle aus. Die stark mutierte Variante BA.2.86 (Pirola) sei bisher dreimal in verschiedenen Bundesländern in Deutschland nachgewiesen worden.

Die tatsächlichen Fallzahlen sind höher als die offiziellen Meldezahlen. Es ist davon auszugehen, dass Labortests auf Sars-CoV-2 vor allem noch bei eher schwerer Erkrankten durchgeführt werden. Auch Untersuchungen auf Virusvarianten sind nicht mehr so häufig wie zu Hochphasen der Pandemie.
28.09.2023 – 07:52 Uhr Leonard Frick

Noch immer weniger Krankenhaus-Behandlungen als vor der Pandemie

Die Zahl der Krankenhaus-Behandlungen liegt weiter unter dem Niveau vor der Pandemie. 2022 wurden 16,8 Millionen Patientinnen und Patienten stationär behandelt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das waren 0,4 Prozent mehr als 2021, aber 13,4 Prozent weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Im Jahresdurchschnitt waren in deutschen Kliniken 480.382 Betten aufgestellt, darunter 26.327 Intensivbetten. Das waren 0,7 Prozent weniger Betten insgesamt und 3,6 Prozent weniger Intensivbetten als im Vorjahr, wie die Wiesbadener Statistiker berichteten.

Diese Betten waren insgesamt zu 69 Prozent ausgelastet, die Intensivbetten zu 68,7 Prozent. Vor der Pandemie 2019 hatte die Bettenauslastung insgesamt bei 77,2 Prozent gelegen. In den Corona-Jahren 2020 und 2021 war sie auf 67,3 Prozent beziehungsweise 68,2 Prozent gesunken.

Patientinnen und Patienten lagen im Schnitt 7,2 Tage im Krankenhaus. Die durchschnittliche Behandlungsdauer ist seit dem Jahr 2018 unverändert. Die Dauer des Aufenthalts variiert jedoch stark in den unterschiedlichen Fachabteilungen. In der Inneren Medizin und der Allgemeinchirurgie – wo die meisten Fälle behandelt werden – waren es 2022 nur 5,2 beziehungsweise 5,3 Tage. In den psychiatrischen Fachabteilungen lagen die Verweildauern zwischen 24,1 und 43,9 Tagen.
27.09.2023 – 14:49 Uhr Anna Kipnis

WHO besorgt über Anstieg der Corona-Fälle 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist vor dem kommenden Winter besorgt über den Anstieg der Coronafälle in mehreren Ländern. Leider meldeten nicht mehr alle Länder Fälle, aber unter denen, die die WHO informieren, seien Einweisungen in Krankenhäuser und Behandlungen wegen Covid-19 auf Intensivstationen gestiegen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in Genf. Er nannte den amerikanischen Kontinent und Europa. Der Anteil der Geimpften in den Risikogruppen sei besorgniserregend tief. „Covid-19 ist vielleicht nicht mehr so eine akute Krise wie vor zwei Jahren, aber das bedeutet nicht, dass wir die Krankheit ignorieren können“, sagte Tedros.

Die Varianten, die zirkulieren, lösten nach bisherigen Studien keine schwerere Krankheit aus als die vorher bekannten Varianten, sagte Covid-19-Spezialistin Maria Van Kerkhove. Sie appellierte an Regierungen weiter zu testen, damit die Ausbreitung von Varianten überwacht werden kann. Sie betonte, dass die bekannten Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung nach wie vor effektiv seien und angewendet werden sollten: darunter Räume lüften, Hände desinfizieren, in vollen Räumen Maske tragen und sich impfen lassen.
23.09.2023 – 02:21 Uhr Leonie Tabea Natzel

Umfrage zu Corona-Sorgen für diesen Herbst: Bevölkerung ist gespalten 

Vor dem ersten Corona-Herbst ohne verpflichtende Schutzvorgaben gehen die Einschätzungen zu eigenen Gesundheitsrisiken laut einer Umfrage auseinander. Gar keine Sorgen vor einer möglichen Corona-Ansteckung in diesem Herbst und Winter machen sich 50 Prozent, wie die repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Tendenziell Sorgen deswegen machen sich dagegen 46 Prozent der Befragten - 36 Prozent sind nach eigenem Bekunden „etwas“ besorgt, 10 Prozent sagten sogar „ja, sehr“.

Dass staatlich verordnete Schutzmaßnahmen in diesem Herbst und Winter nicht notwendig sein werden, trifft laut der Umfrage auf großen Rückhalt. Voll und ganz stimmten dem 34 Prozent zu, eher zustimmend äußerten sich 32 Prozent. Überhaupt nicht stimmten dagegen 6 Prozent der Befragten zu, eher nicht 16 Prozent.

Zugleich finden freiwillige Schutzmaßnahmen in sensiblen Einrichtungen großen Zuspruch. Dass Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheime selbst festlegen sollten, ob Besucher vorsorglich Maske tragen sollen, befürworten drei Viertel der Befragten: Voll und ganz stimmten dem 42 Prozent zu, 34 Prozent stimmten eher zu. Tendenziell ablehnend äußerten sich 18 Prozent. Für die Umfrage wurden vom 20. bis 22. September insgesamt 2050 Menschen ab 18 Jahren befragt.

Nach zuletzt bereits gestiegenen Infektionszahlen werden für die kältere Jahreszeit noch weiter zunehmende Ansteckungen erwartet. Auflagen zu Masken, Tests und Quarantäne wie im Herbst 2022 gibt es diesmal nicht - Empfehlungen aber schon. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und das Robert Koch-Institut (RKI) raten zu Auffrischimpfungen für Menschen über 60 Jahre und mit Vorerkrankungen sowie auch zum freiwilligen Maskentragen in bestimmten Situationen.
19.09.2023 – 16:12 Uhr Lena Janßen

Moderna holt Wirkstoff-Herstellung für Corona-Impfstoff ins eigene Haus

Der US-Biotechnologiekonzern Moderna will den von Lonza hergestellten Wirkstoff seines Corona-Impfstoffs künftig in eigenen Werken produzieren. Die Herstellung der aktiven Vakzin-Substanz bei dem Schweizer Arzneimittel-Auftragsfertiger werde beendet, teilte Moderna am Dienstag mit. Grund für den Schritt sei die rückläufige Nachfrage nach Impfschutz vor dem Virus.

„Dies ist Teil des Plans, die Produktionskapazitäten entsprechend des schrumpfenden Covid-19-Impfstoffmarktes aufgrund des Übergangs von einem Pandemie- zu einem endemischen Markt zu reduzieren“, erklärte Moderna. Der US-Konzern rechnet im laufenden Jahr noch mit sechs bis acht Milliarden Dollar Covid-Umsatz. Vergangenes Jahr erzielte das einzige Moderna-Produkt am Markt noch einen Verkaufserlös von 18,4 Milliarden Dollar. 
18.09.2023 – 20:45 Uhr Anne Schwedt

Finanzminister Lindner positiv auf Corona getestet

Bundesfinanzminister Christian Lindner ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend aus Ministeriumskreisen. Die Termine für die kommenden Tage wurden daher abgesagt. Der FDP-Chef habe leichte Grippe-Symptome und arbeite nun von zu Hause, hieß es weiter.

Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius Corona hat. Der SPD-Politiker nimmt deshalb an diesem Dienstag nicht an einem internationalen Treffen zur Unterstützung der Ukraine auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein teil. Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montagabend, zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Auf dem US-Stützpunkt in Rheinland-Pfalz wollen ranghohe Militärs und Verteidigungsminister aus zahlreichen Ländern über die weitere Hilfe für die Ukraine bei ihrem Abwehrkampf gegen Russland beraten.
19.09.2023 – 05:46 Uhr Tom Körkemeier
18.09.2023 – 20:39 Uhr Anne Schwedt

Pistorius wegen Corona nicht bei Ramstein-Konferenz

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nimmt an der morgigen Konferenz der Ukraine-Unterstützer in Ramstein laut „Bild" nicht teil. Pistorius habe sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Diagnose sei dem Minister am Montagabend mitgeteilt worden.
06.09.2023 – 10:03 Uhr Anna Kipnis

Experten sehen Pflegemangel als größtes Problem im Corona-Herbst

Trotz steigender Infektionen blicken Experten gelassen auf die Corona-Lage in Deutschland. Das größte Problem seien derzeit nicht neue Untervarianten des Virus, sondern der Fachkräftemangel im Pflegebereich, betonte Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, am Mittwoch in einem Presse-Briefing des Science Media Center (SMC). „25 Prozent der deutschen Intensivbetten können nicht betrieben werden aufgrund von Personalmangel, das ist eine riesige Zahl.“ Die Intensivstationen seien bereits jetzt sehr gut ausgelastet. „Wenn im Herbst, Winter jetzt Covid-, Grippe- andere Patienten mit schweren Virusinfektionen dazukommen, dann bekommen wir natürlich Probleme. Gerade wenn auch noch das Personal gleichzeitig erkrankt.“

Die Krankenhäuser werde das auch in diesem Winter wieder an ihre Belastungsgrenzen bringen. Insbesondere in der Pädiatrie dürfte es wieder zu Engpässen kommen, warnte der Infektiologe Leif Erik Sander von der Berliner Charité. Wegen neuer Omikronuntervarianten sei sie derzeit nicht besorgt, sagte die Virologin Sandra Ciesek von der der Uniklinik Frankfurt. So lange die Omikronvariante des Coronavirus mit ihren Sublinien zirkuliere, bestehe keine Gefahr, dass sich die aktuelle Situation stark verändere oder der Staat wieder Maßnahmen verhängen müsse. „Das sehe ich überhaupt nicht.“
HB
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