Außenpolitik: Baerbock spricht erstmals mit neuem US-Kollegen Rubio
Brüssel, Berlin. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat erstmals mit ihrem neuen US-Amtskollegen Marco Rubio telefoniert. „Wir wollen mit der neuen US-Regierung eng zusammenzuarbeiten“, wurde die Grünen-Politikerin auf der Plattform Bluesky aus dem Gespräch mit Rubio vom Auswärtigen Amt nach dem rund halbstündigen Telefonat zitiert. „Europa will mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen“, machte sie demnach deutlich. Baerbock führte das Telefonat am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel.
Deutschland und die USA seien durch enge wirtschaftliche Beziehungen und gemeinsame Interessen verbunden, schrieb das Auswärtige Amt. Beide Länder würden gemeinsame Herausforderungen und Chancen zusammen angehen. Baerbock und Rubio hätten auch die Bedeutung einer starken Nato, den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, die Lage in Syrien, im Gazastreifen und im Mittleren Osten sowie die Haltung zu China besprochen.
Rubio wurde erst Anfang vergangener Woche als US-Außenminister bestätigt und gilt als äußerst chinakritisch. Sein Vorgänger im Amt war Antony Blinken, mit dem Baerbock ein gutes Verhältnis gehabt haben soll.