Hausbau: Regierung will EH55-Standard mit 800 Millionen Euro fördern
Düsseldorf. Die Bundesregierung reaktiviert die Neubauförderung nach dem EH55-Standard und stellt dafür insgesamt 800 Millionen Euro zur Verfügung. Der Förderstart ist für den 15. Dezember vorgesehen, teilte das Bundesbauministerium auf Anfrage des Handelsblatts mit. Die zinsverbilligten Kredite der staatlichen Förderbank KfW dürfen für Neubauten beantragt werden, die nur 55 Prozent der Energie eines staatlich definierten Standardhauses benötigen.
Die Ampelkoalition hatte die EH55-Förderung Anfang 2022 beendet und anschließend nur noch den strengeren EH40-Standard unterstützt. Allerdings gelten die höheren Anforderungen an die Energieeffizienz der Gebäude als deutlich teurer. Unter anderem deshalb hatten viele Investoren und Bauherren ihre Neubaupläne erst einmal ruhen lassen.
Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) waren Ende des vergangenen Jahres etwa 760.000 Wohnungen genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt. Bei einem großen Teil hatten die Bauarbeiten noch nicht begonnen. Einen Teil dieses Bauüberhangs will die schwarz-rote Bundesregierung nun mithilfe der Neuauflage der EH55-Förderung abbauen.
Die dafür angekündigten Mittel müssen allerdings noch im Haushaltsausschuss und im Bundestag gebilligt werden. Was zu der Förderrichtlinie bisher bekannt ist und wann sie veröffentlicht werden soll, lesen Sie hier.