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Coronakrise Corona-Ausbruch auf Großmarkt: Peking wird teilweise abgeriegelt

Bewohner dürfen die Stadt nur noch verlassen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können. Hunderte Flüge nach und aus Peking sind gestrichen.
17.06.2020 Update: 17.06.2020 - 08:27 Uhr Kommentieren
Ein neuer Corona-Ausbruch begann vergangene Woche auf dem Xinfadi-Großmarkt der Stadt. Quelle: dpa
Xinfadi-Großmarkt

Ein neuer Corona-Ausbruch begann vergangene Woche auf dem Xinfadi-Großmarkt der Stadt.

(Foto: dpa)

Peking Die Behörden in Peking haben die Beschränkungen zur Abwehr einer zweiten Coronavirus-Welle abermals verschärft. Zahlreiche Inlandsflüge von und nach Peking wurden am Mittwoch gestrichen. Wie der Staatssender CGTN berichtete, strichen Airlines mindestens 850 Flüge.

31 neue Ansteckungen wurden festgestellt, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Damit summierten sich die Infektionen seit vorigen Donnerstag auf 137, die größte Zahl in der chinesischen Hauptstadt seit Februar.

Sie werden auf den Ausbruch des Erregers auf einem riesigen Großhandelsmarkt für Obst, Gemüse und Fleisch Ende der vergangenen Woche zurückgeführt. Seitdem wurden die Eindämmungsmaßnahmen immer weiter verschärft.

Als Reaktion auf den neuen Ausbruch, der vergangene Woche auf dem Xinfadi-Großmarkt der Stadt begann, riefen die Behörden am Dienstag die zweithöchste Sicherheitsstufe aus, womit Peking teilweise abgeriegelt wird.

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    Seit Dienstag sind auch alle ausgehenden Taxi-Fahrten und andere Fahrdienste gestrichen, zudem zahlreiche Fernbusverbindungen in die benachbarten Provinzen Hebei und Shandong. Bahnbedienstete wurden staatlichen Medien zufolge aufgefordert, Tickets für Fahrten von und nach Peking voll zurückzuerstatten, offenbar um die Bürger zu ermutigen, auf Reisen zu verzichten.

    Schon am Montag hatten die Behörden in mehreren Stadtbezirken wieder Beschränkungen eingeführt, etwa die Schließung von Schulen und Sportplätzen, Sicherheitskontrollen und Körpertemperaturmessungen in Einkaufszentren und Büros. Zudem mussten sich Zehntausende Menschen Coronatests unterziehen. Die Bewohner wurden aufgerufen, Menschenmengen zu meiden.

    27 Wohnviertel sind abgeriegelt worden, sie dürfen nur nach einer Fiebermessung und Registrierung betreten werden. Ein Wohnviertel in der Nähe des betroffenen Xinfadi-Großmarktes gilt als besonderes Risikogebiet.

    Pekinger Markt ist groß

    Bewohner aus Gegenden von Peking, in denen das Risiko als „mittel“ oder „hoch“ eingestuft wurde, dürften die Stadt nicht mehr verlassen, um zu verhindern, dass sich der neue Ausbruch auf andere Teile des Landes ausweitet. Auch alle anderen Pekinger dürfen nur noch Reisen, wenn sie einen negativen Coronatest vorlegen können. Auch die Schulen wurden wieder geschlossen.

    Der Markt ist um ein Vielfaches größer als der Tier- und Fleischmarkt in Wuhan, der als Ausgangsort des neuartigen Virus gilt und wo der Ausbruch des Erregers zu einer kompletten Abriegelung der Elf-Millionen-Metropole geführt hatte. Experten zufolge dürfte der Virus-Ausbruch in Peking besser zu lokalisieren und unter Kontrolle zu halten sein.

    Der Xinfadi-Markt lieferte vor seiner Schließung rund 90 Prozent des Gemüses und Obsts für die Metropole. Der Direktor des Marktes sowie zwei Beamte der Pekinger Lokalregierung mussten infolge des Ausbruchs ihre Posten räumen.

    Einige Provinzen berichteten aber bereits über Neuinfektionen im Zusammenhang mit dem Pekinger Großmarkt und verhängten Quarantäne-Regeln für Reisende aus der Hauptstadt.

    Neben Peking meldete die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag zwei weitere lokale Infektionen in den Provinzen Hebei und Zhejiang. Zudem wurden elf „importierte“ Fälle bei Reisenden registriert, die nach China zurückkehrten.

    Die weltweite Coronavirus-Pandemie hatte in der zentralchinesischen Stadt Wuhan ihren Ursprung. Bereits seit Wochen wurden landesweit jedoch kaum noch neue Fälle registriert, weshalb es in China die Hoffnung gab, das Virus besiegt zu haben.

    Mehr: Alles rund um die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise lesen Sie in unserem Newsblog.

    • dpa
    • rtr
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