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Deripaska, Vekselberg, Kostin USA verhängen Sanktionen gegen Putin-nahe Milliardäre

Die USA weiten ihre Sanktionen gegen Russland aus. Betroffen sind 24 Kreml-nahe Personen, darunter Politiker und Oligarchen sowie 15 Firmen.
06.04.2018 Update: 06.04.2018 - 15:51 Uhr 5 Kommentare
Der russische Industriemagnat und Inhaber des Aluminiumunternehmens UC Rusal steht auf der Sanktionsliste. Quelle: Reuters
Oleg Deripaska

Der russische Industriemagnat und Inhaber des Aluminiumunternehmens UC Rusal steht auf der Sanktionsliste.

(Foto: Reuters)

Washington Die USA haben neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Betroffen sind 24 Einzelpersonen und 15 Firmen, gaben die US-Regierungsvertreter am Freitag in Washington bekannt. Die Maßnahmen seien nicht von einem einzelnen Ereignis ausgelöst worden. „Sie gründen sich auf das wachsende Muster bösartiger Aktivitäten Russlands in der Welt“, hieß es.

Auf der Liste steht beispielsweise der russische Industriemagnat und Inhaber des Aluminiumunternehmens UC Rusal, Oleg Deripaska, dem eine Rolle bei der Einmischung in die US-Wahlen nachgesagt wird. Auch der Chef einer der wichtigsten russischen Banken, VTB, Andrey Kostin, steht auf der Sanktionsliste der Amerikaner. Weitere Namen: Viktor Vekselberg, Inhaber von Renova Group, die sich an Öl- und Aluminiumfirmen Russlands beteiligt; Gazprom-Chef Aleksej Miller. Gazprombank-Chef Andrej Akimow sowie Mitglieder der Oligarchenfamilie Rotenberg.

Von den Firmen, die durch die US-Sanktionen betroffen sind, stechen UC Rusal und Gazprom heraus.

Die Sanktionen seien sorgfältig mit europäischen Alliierten abgestimmt worden. Bereits Mitte März hatte die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen 19 Personen und fünf Organisationen aus Russland bekannt gegeben.

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    „Russland hat sich zu einem Kurs der Konfrontation entschieden“, sagten die Regierungsvertreter. Sie führten aus: „Moskau versucht, westliche Demokratien zu unterminieren, es unterstützt das Assad-Regime, das kleine Kinder mit Chemiewaffen tötet, es verübt Attacken im Cyberspace und versucht, auf Wahlen Einfluss zu nehmen.“

    „Diese Sanktionen sind nicht gegen das russische Volk gerichtet“, hieß es. „Wir wollen ein besseres Verhältnis zu Russland, das geht nur durch eine Verhaltensänderung Moskaus.“ Solange Russland die Welt zu destabilisieren versuche, würden die USA dagegenhalten. Die neuen Sanktionen würden zusätzlich zu allen bestehenden verhängt.

    Die Sanktionen beträfen auch sieben Präsident Wladimir Putin nahestehende Oligarchen und zwölf Firmen, die sie kontrollieren oder besäßen. Den Angaben zufolge spielten die Oligarchen eine Schlüsselrolle in der Politik des Kreml: Russische Oligarchen hätten in einem korrupten System und seinen Versuchen der Destabilisierung profitiert.

    • dpa
    • jur
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    5 Kommentare zu "Deripaska, Vekselberg, Kostin: USA verhängen Sanktionen gegen Putin-nahe Milliardäre"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • So so, man will also Gazprom sanktionieren... Ein Schelm, der dabei denkt dass es den USA hier eigentlich nur darum geht, russische Energielieferanten zu isolieren, damit man das eigene, durch umweltverachtendes Fracking gewonnene Öl und Gas zu guten Preisen an den europäischen Kunden bringen kann. Da sollten wir aber schleunigst mitsanktionieren. Schließlich haben wir ja Geld genug und sowieso schon zu niedrige Energiepreise. Da Merkel nur durch Wahlbeeinflussung der USA Kanzlerin geworden ist, werden wir sie sicher bald Hurra schreien hören. Unter Schöder hatten wir ein Rückgrat, jetzt nur noch ein bisschen Gummi.

    • Es wird langsam Zeit, dass endlich die WeltLEIDwährung sanktioniert wird - weltweit natürlich.

      @ Udo Schäfer
      Ein neuer Kalter Krieg ist selbstverständlich im Sinne des MIK in Russland UND in den USA. Für teure Aufrüstung bzw. Militär- und Rüstungsprogramme benötigt man zudem immer auch Fiat-Schulden-Müll aka ungedecktes, beliebig vermehrbares Papiergeld - weshalb auch der Bankensektor davon profitiert.
      Die Kriegstreiber kann man daher effektiv nur mit einem neuen wertgedeckten Geldsystem (etwa 100% Golddeckung) stoppen, sodass sie schlicht und ergreifend kein Geld mehr für ihre Perversionen zur Verfügung haben.

    • Zu den "24 Kreml nahen Personen" müsste eigentlich auch Donald Trump zählen. Unser Oligarchen-Star, Pussy-Grabber und Held der Neuen Rechten.

    • Die Sanktionen gegen Putin-nahe Oligarchen sind ganz im Interesse des militärisch-industriellen Komplexes in Russland. So werden die Oligarchen aus Putins Umgebung mit Westkontakten gezwungen, ihre Vermögenswerte innerhalb des Zugriffsbereichs des militärisch-industriellen Komplexes in Russland zu halten. Putins Öffnung Russlands nach Westen geht dem militärisch-industriellen Komplex in Russland schon lange viel zu weit. Die westlichen Sanktionen gegen Putins Umgebung werden die Abschottung Russlands gegenüber dem Westen weiter vorantreiben. Die jüngsten Äußerungen russischer Politiker deuten auf eine innere Schwäche innerhalb der russischen politischen Elite hin. Für Putin geht es um das nackte physische Überleben.

    • Bravo!

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