EU-Parlament: Rechtsextreme EU-Parlamentarier schließen AfD aus ihrer Fraktion aus
Düsseldorf, Brüssel, Berlin. Die Fraktion „Identität und Demokratie“ (ID) schließt die Abgeordneten der AfD aus. Die Entscheidung sei mit deutlicher Mehrheit gefallen, hieß es von der ID, der am weitesten rechts stehenden Fraktion im Europaparlament.
Die Fraktionschefs begründeten den Beschluss mit „einer Reihe von Vorfällen“, an denen der Spitzenkandidat der AfD, Maximilian Krah, und damit auch die deutsche Delegation beteiligt gewesen seien. Die Entscheidung sei in Anbetracht der Tatsache gefallen, „dass diese Vorfälle dem Zusammenhalt und dem Ruf der Gruppe geschadet haben“.
Die AfD-Spitze reagierte gelassen auf die Entscheidung der ID-Fraktion. Man blicke „optimistisch auf den Wahlabend und die darauffolgenden Tage“, erklärten die Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. Um in Brüssel politisch wirken zu können, sei ein Zusammenarbeiten mit nahestehenden Parteien unerlässlich. „Wir sind daher zuversichtlich, auch in der neuen Legislaturperiode verlässliche Partner an unserer Seite zu haben.“
Mit ihrem Ausschluss aus der ID-Fraktion werden die Abgeordneten der AfD vorerst fraktionslos im Europaparlament sitzen. Ob sie nach der Europawahl Fraktionspartner finden, ist offen.