Gipfeltreffen: Vor Ukraine-Gipfel in Paris: Putin und Selenski telefonieren
Der russische Präsident wird bei dem Gipfel das erste Mal seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodimir Selenski treffen.
Foto: APMoskau, Kiew. Wenige Wochen vor dem geplanten Gipfel für einen weiteren Anlauf zur Lösung des Konflikts in der Ostukraine haben Kremlchef Wladimir Putin und sein Kollege in Kiew, Wolodimir Selenski, telefoniert. Thema bei dem von ukrainischer Seite angestrebten Gespräch sei vor allem die erfolgte Rückgabe von drei beschlagnahmten Kriegsschiffe an Kiew gewesen, teilte der Kreml am späten Montagabend mit. Moskau müsse angeblich fehlende Waffen, Ausrüstung, und Dokumente der Schiffe zurückgeben, hieß es aus Kiew.
Moskau hatte in der vergangenen Woche nach fast einem Jahr drei vom Grenzschutz im Schwarzen Meer aufgebrachte ukrainische Marineschiffe an den Nachbarn übergeben. Kiew kritisierte jedoch, dass dabei Inventar wie Kloschüsseln und Deckenleuchten fehlten. Moskau dementierte dies. Der Vorfall hatte 2018 die ohnehin extrem angespannten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländer weiter verschärft.
In den vergangenen Monaten ist es zu Bewegung in dem festgefahrenen Konflikt in der Ostukraine gekommen, bei dem sich Regierungssoldaten und von Moskau unterstützte pro-russische Separatisten bekämpfen.
Bei dem Telefonat ging es auch um Erdgaslieferungen an die Ukraine und den Gastransit über Land weiter nach Europa geführt. Das derzeitige Abkommen über russische Gaslieferungen an die Ukraine und der Transit nach Europa läuft nach dem 31. Dezember aus.
Am 9. Dezember wollen sich Putin und Selenski in Paris treffen, um mit Deutschland und Frankreich nach Wegen für ein Ende des Kriegs im Donbass zu suchen. Das Gipfeltreffen wäre die erste Begegnung der beiden Staatschefs.