Interview: Russische Spionage in Norwegen: „Kleine U-Boote könnten eine Pipeline unbemerkt sprengen“
Über norwegischen Gasanlagen wurden zuletzt vermehrt Drohnenflüge beobachtet.
Foto: AFP/Getty ImagesHerr Halvorsen, am Montag hat Norwegen seine Armee in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Spielen die vielen Verdachtsfälle russischer Spionage aus den vergangenen Wochen eine Rolle bei der Entscheidung?
Ich habe die Pressekonferenz am Montag verfolgt und glaube, man muss die Worte von Premierminister Støre etwas präzisieren. Norwegen hat bereits im letzten Herbst damit begonnen, seine militärischen Sicherheitsmaßnahmen und die Einsatzbereitschaft seiner Truppen zu erhöhen – Schritt für Schritt. Praktisch hat sich seit Montag nicht viel verändert. Worum es dem Premierminister eher ging, war, das Bewusstsein in der Bevölkerung und bei Personen, die mit dem Militär zu tun haben, für die bestehende Bedrohung zu schärfen.
Welche militärischen Vorkehrungen hat Norwegen getroffen?
Ich kann hier nicht zu sehr ins Detail gehen, denn es handelt sich schließlich um geheime Informationen. Aber die Anzahl der Aufklärungsmissionen auf dem Land und zu Wasser wurden deutlich erhöht. Wie viele Missionen es gibt, hängt damit zusammen, auf welchem Level der Alarmbereitschaft sich die Truppen befinden.