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IsraelBaerbock fordert nach Sinwar-Tod Waffenniederlegung der Hamas

Die Unterstützer Israels begrüßen den Tod des Hamas-Chefs Jahja Sinwar. US-Präsident Joe Biden stellte den Tod Sinwars auf eine Stufe mit der Tötung des Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden. 17.10.2024 - 23:29 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock fordert ein Ende des Leids im Gazastreifen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Brüssel, Berlin, Tel Aviv, Gaza. Nach der Nachricht des Todes von Jahja Sinwar erinnern westliche Verbündete Israels an die Brutalität des Hamas-Führers. Der neue Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte auf einer Pressekonferenz beim Treffen der Verteidigungsminister der Bündnisstaaten über Sinwar: „Ich persönlich werde ihn nicht vermissen.“

Sinwar gelte gemeinhin als der Architekt hinter den Terrorangriffen auf Israel am 7. Oktober 2023, sagte Rutte. Er habe diese Angriffe verurteilt, „jede vernünftige Seele in der Welt hat sie verurteilt“.

Ähnlich äußerte sich Bundesaußenministerin Annalena Baerbock. Sie forderte die Freilassung aller Geiseln und die Niederlegung der Waffen.

„Das Leid der Menschen in Gaza muss endlich aufhören“, erklärte die Grünen-Politikerin. „Sinwar war ein brutaler Mörder und Terrorist, der Israel und seine Menschen vernichten wollte. Als Drahtzieher des Terrors am 7. Oktober brachte er Tausenden Menschen den Tod und unermessliches Leid über eine ganze Region“, sagte sie.

Bundeskanzler Olaf Scholz wies darauf hin, dass der Extremist schlimmste Verbrechen begangen hat. Für den „furchtbaren, brutalen, menschenverachtenden Angriff der Hamas auf israelische Bürgerinnen und Bürger, die getötet, vergewaltigt und auf schlimmste Weise menschlich erniedrigt worden sind“, sei Sinwar der Verantwortliche, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel.

Über die Frage, ob die Befreiung der israelischen Geiseln in der Gewalt der Hamas nun leichter oder schwieriger werde, wollte Scholz keine Spekulationen anstellen.

USA: Tötung Sinwars ist ein guter Tag für Israel

US-Präsident Joe Biden und seine Stellvertreterin Kamala Harris begrüßten den von Israel vermeldeten Tod Sinwars. Biden sagte am Donnerstag, es sei ein guter Tag für Israel. Der Präsident verglich den Tod Sinwars mit der Tötung des Al-Qaida-Gründers Osama bin Laden.

Er werde bald mit der israelischen Regierung sprechen, um über den weiteren Weg zu beraten, die israelischen Geiseln nach Hause zu bringen und den Krieg ein für alle Mal zu beenden, fügte Biden hinzu. Auch Harris erklärte, durch den Tod von Sinwar entstehe die Möglichkeit, endlich den Krieg im Gazastreifen zu beenden.

Die israelische Regierung hatte den Anführer der islamistischen Hamas im Gazastreifen für tot erklärt. „Der Massenmörder Jahja Sinwar, der für das Massaker und die Gräueltaten des 7. Oktober verantwortlich ist, ist von israelischen Soldaten getötet worden“, ließ Außenminister Israel Katz erklären.

US-Präsident Joe Biden begrüßte den Tod des Hamas-Chefs Sinwar. Foto: REUTERS

Auch die israelischen Streitkräfte bestätigten den Tod Sinwars im südlichen Gazastreifen. Die Hamas äußerte sich zunächst nicht.

Netanjahu: Niedergang der Herrschaft der Hamas in Gaza

In Israel selbst wird der Tod Sinwars als Erfolg gefeiert. Israels Verteidigungsminister Joav Galant lobte die Streitkräfte des Landes – auch wenn die Tötung Sinwars wohl eher zufällig war. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wertete Sinwars Tod als Zeichen für „den Niedergang der Herrschaft des Bösen von Hamas“ im Gazastreifen.

An die Einwohner des Küstenstreifens gewandt sagte Netanjahu in einer Videobotschaft: „Sinwar hat euer Leben zerstört. Er hat euch erzählt, er sei ein Löwe, aber in Wirklichkeit hat er sich in einer dunklen Höhle versteckt – und er wurde eliminiert, als er voller Angst vor unseren Soldaten weglief.“

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Netanjahu bekräftigte, die islamistische Terrororganisation Hamas werde nicht mehr im Gazastreifen herrschen. „Dies ist der Beginn des Tags nach Hamas und eine Gelegenheit für euch, Einwohner des Gazastreifens, euch von ihrer Unterdrückungsherrschaft zu befreien.“

dpa, rtr, jsb
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