1. Startseite
  2. Politik
  3. International
  4. Norwegen setzt Waffenlieferungen an Emirate aus

Jemen-KriseNorwegen setzt Waffenlieferungen an Emirate aus

Aufgrund der Jemen-Krise will Norwegen seine Waffenexporte an die Emirate aussetzen. Dies gab die Verteidigungsministerin am Mittwoch bekannt. Die bisherigen Lieferungen haben einen Wert von mehreren Millionen Euro. 03.01.2018 - 15:23 Uhr Artikel anhören

Ob norwegische Militärexporte von den Emiraten im Jemen eingesetzt worden sind, die zur saudi-arabisch geführten Koalition gegen die schiitischen Huthi-Rebellen gehören, weiß Verteidigungsministerin Ine Eriksen Søreide nicht.

Foto: dpa

Kopenhagen. Norwegen hat aus Sorge um die humanitäre Lage im Jemen seine Waffen- und Munitionsexporte an die Vereinigten Arabischen Emirate ausgesetzt. Das teilte Verteidigungsministerin Ine Eriksen Søreide am Mittwoch mit. Sie habe keine Information darüber, ob norwegische Militärexporte von den Emiraten im Jemen eingesetzt worden seien, die zur saudi-arabisch geführten Koalition gegen die schiitischen Huthi-Rebellen gehören.

Norwegen liefere den Emiraten seit 2010 Waffen und Munition, sagte Eriksen Søreide. Der Lieferstopp sei bereits am 19. Dezember beschlossen worden. Bekanntgegeben wurde er aber erst am Mittwoch. Nach einer Meldung der norwegischen Nachrichtenagentur NTB lieferte Norwegen den Emiraten 2016 Waffen, Munition und Militärausrüstung im Wert von 100 Millionen Kronen (10,3 Millionen Euro).

Die saudi-arabische Koalition unterstützt seit 2015 die international anerkannte jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen, die die Hauptstadt Sanaa und einen großen Teil des Nordens kontrollieren. Trotz ihrer Luftangriffe herrscht in dem Krieg ein blutiges Patt. Mehr als 10.000 Menschen wurden getötet, drei Millionen vertrieben und Cholera und andere Krankheiten grassieren im ärmsten Land der arabischen Welt.

Der norwegische Zweig der internationalen Hilfsorganisation Save the Children begrüßte die Entscheidung als „wichtig und richtig“. Sie sollte anderen Nationen, die Waffen in die Region lieferten, als Vorbild dienen, sagte Sprecherin Line Hegna.

ap
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt