Los Angeles: „Klimapeitsche“ facht die Feuer an – Zunahme zu erwarten
Berlin. Mindestens zehn Tote, rund 130.000 Menschen auf der Flucht, mehr als 10.000 zerstörte Gebäude, ein geschätzter Schaden von mehr als 50 Milliarden US-Dollar: Los Angeles brennt, schon jetzt zählen die Feuer zu den verheerendsten in der Geschichte der Metropole. Wie konnte es dazu kommen? Spielt die Klimaerwärmung eine Rolle?
In einer am Donnerstag erschienenen Analyse belegt ein internationales Forscherteam: Weltweit kommt es immer häufiger zu einem raschen Wechsel zwischen sehr nassem und gefährlich trockenem Wetter. Solche „hydroklimatischen Peitschenhiebe“ (hydroclimate whiplash) haben auch bei den aktuellen Bränden in Los Angeles eine Rolle gespielt.
Nach Jahren der Trockenheit hatte es dort in den Wintern 2022/23 und 2023/24 heftige und ergiebige Niederschläge gegeben. Büsche und Gräser sind wieder kräftig gewachsen. Dann folgte ein Dürresommer mit Rekordhitze.
Eigentlich hätte inzwischen die Regensaison beginnen müssen, doch die ohnehin nur geringen Niederschläge in der Region blieben unter dem Durchschnitt. Die reichlich vorhandene, ausgetrocknete Vegetation bietet nun reichlich Nahrung für die Brände.