Moldau: Präsidentin Maia Sandu will ihr Land in die EU führen
Chisinau. Moldau hat sich entschieden – gegen Russland und für Europa. Maia Sandu, seit 2020 Präsidentin des Landes, hat einen großen Anteil daran. Unermüdlich hatte die 53-Jährige im Wahlkampf für den proeuropäischen Kurs ihrer Partei PAS geworben, die am Sonntag ihre Mehrheit im Parlament verteidigen konnte.
Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen errang PAS 50,2 Prozent, wie die zentrale Wahlkommission in Chișinău am Montagmorgen mitteilte.
An zweiter Stelle kam mit 24,2 Prozent der russlandfreundliche Patriotische Block um Ex-Präsident Igor Dodon. Die Wahlbeteiligung wurde mit rund 52 Prozent angegeben und lag damit etwas höher als 2021 (48 Prozent).
Die Abstimmung galt als richtungsweisend für die Zukunft der ehemaligen Sowjetrepublik mit rund 2,4 Millionen Einwohnern – Sandu und ihre Partei bezeichneten sie sogar als wichtigste Wahl in der Geschichte ihres Landes seit der Unabhängigkeit.
Ein Sieg des kremlnahen Blocks um Dodon hätte eine Rückkehr in den russischen Einflussbereich und eine Abkehr von der EU bedeutet.