Nordkorea: Kim Jong-un wütet wegen Unfall bei Einweihung von Kriegsschiff
Düsseldorf. Kim Jong-un spricht von einer „Schande“: Nordkoreas neuestes Kriegsschiff wurde bei seiner Einweihungszeremonie stark beschädigt. Staatsmedien zufolge hat sich der Vorfall am Mittwoch wegen „unerfahrener Führung und operativer Unachtsamkeit“ ereignet. Als das Schiff vom Stapel gelassen wurde, sei der Kiel des Schiffes teilweise zerstört worden, so die Berichte.
Nordkoreas Machthaber Kim hat geschworen, die Verantwortlichen für ihre „verantwortungslosen Fehler“ zur Rechenschaft zu ziehen und nannte den gescheiterten Start „einen kriminellen Akt“.
Er befahl, den Zerstörer noch vor Ende Juni reparieren zu lassen. Dann kommt Kims regierende Arbeiterpartei zusammen. Das Schiff wieder instand zu setzen, bezeichnete Kim als eine Frage der nationalen Ehre.
Das südkoreanische Militär teilte mit, dass das Schiff seitlich im Wasser liege. Marineexperten schätzen den Schaden, den das Kriegsschiff beim fehlgeschlagenen Start erlitten hat, als möglicherweise „katastrophal“ ein, wie der US-Sender CNN berichtet. Außerdem zweifeln sie daran, dass Kims Frist bis Ende des kommenden Monats eingehalten werden kann. Bislang liegen keine Bilder des Schiffes vor.
Bei dem nun zerstörten Kriegsschiff handelt es sich um das zweite große seiner Art, das die nordkoreanische Marine enthüllt. Bereits im April weihte Kim die Choe Hyon ein, den ersten neuen nordkoreanischen Zerstörer seit vielen Jahren. westlichen Verteidigungsanalysten zufolge hat dieses Schiff einige Gemeinsamkeiten mit ähnlichen Schiffen der russischen Marine.
Das südkoreanische Militär geht davon aus, dass das beschädigte Schiff vermutlich wie die Choe Hyon ausgestattet ist.
Nordkorea gibt äußerst selten Fehler bei seinen militärischen Aktionen zu. Im vergangenen Jahr explodierte kurz nach ihrem Start eine Rakete, die einen Spionagesatelliten ins Weltall bringen sollte.