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Schuldenstreit Ratingagenturen stufen Argentiniens Kreditwürdigkeit herab

Das Land verhandelt mit seinen Gläubigern über Kredite von rund 66 Milliarden Dollar. Nun werten zwei Ratingagenturen Argentinien noch weiter ab.
27.05.2020 - 07:08 Uhr Kommentieren
Die Schulden der zweitgrößten Volkswirtschaft in Südamerika sind zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr tragfähig. Quelle: AFP
Passant in Buenos Aires

Die Schulden der zweitgrößten Volkswirtschaft in Südamerika sind zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr tragfähig.

(Foto: AFP)

New York, Buenos Aires Mitten in den Verhandlungen über eine Lösung im Schuldenstreit haben die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit von Argentinien weiter heruntergestuft. Fitch senkte die Bewertung einer Reihe von Staatspapieren am Dienstag auf RD – was einem begrenzten Zahlungsausfall entspricht. Standard & Poor's stufte die Anleihen auf die schlechteste Kategorie D herunter. Sie reagierten damit darauf, dass Argentinien am Freitag Zinsforderungen in Höhe von 503 Millionen US-Dollar nicht beglichen hatte.

Die Regierung in Buenos Aires verhandelt mit den privaten Gläubigern derzeit über Kredite von rund 66 Milliarden US-Dollar. Die Schulden der zweitgrößten Volkswirtschaft in Südamerika sind zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr tragfähig. Deshalb fordert Argentinien Zugeständnisse von den Gläubigern. Beispielsweise sollen sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.

Ein erstes Angebot der Regierung, das einen Schuldenschnitt und ein Zahlungsmoratorium bis 2023 vorsah, lehnten die großen Gläubiger ab. Jetzt will die Regierung ihr Angebot nachbessern. Sollte keine Einigung gelingen, steuert Argentinien weiter auf eine neue Staatspleite zu. Es wäre der neunte Zahlungsausfall in der Geschichte des Landes.

Mehr: Lateinamerikas größte Airline meldet Insolvenz an

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