Söldner: Der „Bluthund“ und der „Koch des Kremls“: Das sind die schmutzigen Jobs von Putins Söldnern
Berlin. Offiziell ist Jewgeni Prigoschin ja lediglich Koch. Einst hatte er nur einen Hot-Dog-Stand in St- Petersburg. Inzwischen betreibt er ein Restaurant im russischen Parlament in Moskau. Edle Dinner hat er auch schon für Präsident Wladimir Putin kreiert – und so eine gewisse Berühmtheit erlangt. Sein Spitzname: „Koch des Kreml“.
Für seine Küche mag er berühmt sein. Was er politisch anrührt, ist eher berüchtigt: Vergangenes Jahr setzte das FBI den mürrischen und kahlköpfigen Oligarchen auf seine Liste der meistgesuchten Personen. Für Hinweise zu seiner Verhaftung gibt es eine Viertelmillion Dollar.
Prigoschin gilt als Finanzier und Drahtzieher hinter den Kulissen der „Wagner-Gruppe“. Erstmals in Erscheinung getreten ist diese Söldner-Truppe 2014 als Russland mit ihr versuchte, die Donbass-Region im Osten der Ukraine zu erobern. Dabei ist nach der russischen Verfassung der Einsatz privater Militärfirmen illegal.
Und so bestreitet Prigoschin jegliche Verbindungen zur Wagner-Gruppe. Der Kreml behauptet sogar, dass sie überhaupt nicht existiert. Doch nun soll Putin Berichten zufolge Söldner wie die „Wagner-Gruppe“ aber auch tschetschenische Kämpfer rund um seinen „Bluthund“ Ramsan Kadyrow zu einem Teil seiner Militärstrategie gemacht haben.