Tsunami: Warnungen nach Beben der Stärke 8,7 vor Russlands Ostküste
Portland. Ein schweres Erdbeben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka hat Warnungen vor Tsunami-Wellen an den östlichen Küsten Russlands und Japans sowie auf Hawaii ausgelöst. In Russland, Japan und Honolulu wurden Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
Mit einer gemessenen Stärke von 8,8 war das Beben laut der US-Erdbebenwarte USGS das weltweit stärkste des laufenden Jahres. Die russische Akademie der Wissenschaften hatte zuvor eine Stärke von 8,7 gemessen. Damit habe es sich um das schwerste Beben in der Region seit 1952 gehandelt.
Das Zentrum lag in der offenen See 19,3 Kilometer unter dem Meeresboden, etwa 130 Kilometer vor der nur dünn besiedelten Küste Kamtschatkas und 250 Kilometer von der japanischen Insel Hokkaido entfernt.
Das US-Tsunami-Warnsystem warnte vor „gefährlichen Tsunami-Wellen“ innerhalb der nächsten Stunden entlang einiger Küsten im Pazifik. An den Küsten der nordwestlichen hawaiianischen Inseln sowie der russischen Küste könnte es zu Wellen bis zu über drei Metern, an Küsten Japans, Guams, Ecuador und Hawaiis zu ein bis drei Metern Höhe kommen. Auch Alaskas Aleutian Islands, Kalifornien, Oregon und Washington sind unter Tsunami-Beobachtung.