Ukraine-Krieg: Putins neues Selbstbewusstsein: Drei Gründe, warum der Kreml-Chef aktuell siegessicher ist
Beim Kaspischen Gipfel haben die Präsidenten von Russland, Aserbaidschan, Iran, Kasachstan, und Turkmenistan über aktuelle Probleme diskutiert.
Foto: IMAGO/ITAR-TASSBerlin. Wladimir Putin gibt sich wieder selbstsicher. Seine Zurückhaltung und, wie manche sagten, Ratlosigkeit, die er noch zur Siegesparade am 9. Mai an den Tag legte, scheinen verflogen. Auch die Gerüchte über seinen angeschlagenen Gesundheitszustand verstummten zuletzt.
Am Montag dieser Woche präsentierte er sich anlässlich der Eroberung der ukrainischen Region Luhansk siegesgewiss und gelassen. Die „New York Times“ schreibt, Putin habe seinen „Swagger“ wiedererlangt.
Auffällig ist der neue, alte Gestus des russischen Präsidenten vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Teilerfolge der russischen Armee im Osten der Ukraine. Am Sonntag verkündete das russische Verteidigungsministerium, die lange umkämpfte Stadt Lyssytschansk eingenommen zu haben – sie war die letzte Bastion der ukrainischen Armee in der Region Luhansk. Damit steht die gesamte Oblast unter russischer Kontrolle. Ein Erfolg, den Russland Militärexperten zufolge vor allem durch seine starke Artillerie erzielen konnte.
Putins Tische werden wieder kürzer
Am Montag traf Putin dann seinen Verteidigungsminister Shoigu, der über die Eroberung von Lyssytschansk beim Präsidenten Bericht erstattete. Ein Foto des Treffens zeigt die beiden Männer geradezu demonstrativ an einem kurzen Tisch im Kreml, Putin wirkt konzentriert und ambitioniert.