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Ukraine-KriegRussland überzieht Kiew erneut mit schweren Luftangriffen

Live-BlogRepublik Moldau tritt endgültig aus der GUS aus +++ Ukraine organisiert ihre Drohnenabwehr neu +++ Bundesregierung: Energieversorgung in Ukraine kurz vor Kollaps +++ Der Newsblog. 20.01.2026 - 09:30 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Brennendes Wohnhaus in Kiew: Russland fliegt massive Angriffe. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
20.01.2026 – 08:30 Uhr Lukas Bay

Ukraine: Neuer Angriff Russlands muss Weckruf für Davos sein

Nach dem neuen russischen Luftangriff hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha dringend um weitere Unterstützung für sein Land gebeten. Es sei ein „barbarischer Schlag“ gewesen, der ein Weckruf für die Staats- und Regierungschefs beim Weltwirtschaftsforum in Davos sein müsse, schreibt Sybiha auf der Online-Plattform X. „Wir brauchen dringend zusätzliche Energiehilfe, Flugabwehr und Abfangraketen sowie Sanktionsdruck auf Moskau.“ 

Er verwies darauf, dass in der Hauptstadt Kiew wegen des Angriffs Tausende Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen ohne Heizung seien. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge sind fast 6000 mehrstöckige Wohnhäuser betroffen.
20.01.2026 – 02:55 Uhr Sabrina Frangos

Russland überzieht Kiew erneut mit schweren Luftangriffen

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach erneuten russischen Angriffen in der Nacht Behördenangaben zufolge vielerorts die Strom-, Wärme- und Wasserversorgung zusammengebrochen. „Nach dieser Attacke auf die Hauptstadt sind 5.635 Hochhäuser ohne Heizung“, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Zum Großteil seien die Gebäude betroffen, die auch schon bei dem verheerenden russischen Schlag am 9. Januar in Mitleidenschaft gezogen wurden, schrieb er. Russland setzte der ukrainischen Luftwaffe zufolge sowohl Raketen als auch Drohnen und Marschflugkörper bei der Attacke ein.

Vorläufigen Informationen nach gab es eine Verletzte bei dem Angriff. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine 59-jährige Frau. Neben Schäden bei Energieanlagen traf es Wohnhäuser und private Pkw. Mehrere Autos gingen durch herabfallende Drohnentrümmer in Flammen auf. Am linken Ufer des Dnipro sei zudem die Wasserversorgung ausgefallen, teilte Klitschko mit.
19.01.2026 – 23:18 Uhr Miriam Braun

Republik Moldau tritt endgültig aus der GUS aus

Als Bruch mit der sowjetischen Vergangenheit bereitet die Republik Moldau den endgültigen Austritt aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) vor. Das sagte Außenminister Mihai Popsoi im Rundfunksender Radio Moldova in Chisinau. Die Gründungsdokumente der GUS von 1991 und deren Statut von 1993 sollten aufgekündigt werden. Sein Ministerium bereite eine entsprechende Entscheidung des Parlaments vor.

In der von Russland dominierten GUS hatten die früheren Sowjetrepubliken versucht, einen Zusammenhalt nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 zu organisieren. Mit Moskau verfeindete Länder wie die Ukraine oder Georgien sind bereits keine Mitglieder mehr. In Moldau läuft der Austrittsprozess, seit das Land 2022 Kandidat für den EU-Beitritt wurde.

19.01.2026 – 22:06 Uhr Sabrina Frangos

Ukraine organisiert ihre Drohnenabwehr neu

Zum besseren Schutz vor feindlichen Drohnen organisiert die Ukraine ihre Flugabwehr um. Mit dieser Aufgabe hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den erfolgreichen Kommandeur einer Drohneneinheit, Pawlo Jelisarow, betraut und ihn zum Vizekommandeur der Luftwaffe gemacht. Es gehe um einen verbesserten Einsatz der mobilen Flugabwehrtrupps und Anti-Drohnen-Einheiten im Nahbereich, sagte der Präsident in seiner Videoansprache.

„Unsere Aufgabe ist es, einen Anti-Drohnen-Schutzschild über der Ukraine zu errichten“, erläuterte Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. „Ein System, das nicht erst nachträglich reagiert, sondern die Bedrohung bereits im Anflug zerstört.“ Die Luftabwehr dürfe nicht nur punktuell wirken, sie müsse als Netz über das ganze Land gespannt werden.

19.01.2026 – 20:33 Uhr Patricia Hoffhaus

Selenskyj: Mörder ukrainischer Gefangener gefasst

Der Geheimdienst der Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Russen gefangengenommen, der für die Tötung von neun ukrainischen Kriegsgefangenen verantwortlich sein soll. Die Tat habe sich im russischen Gebiet Kursk ereignet, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. 

„Wir werden jeden russischen Mörder finden, und jeder wird zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte er. Details nannte Selenskyj nicht. Er beauftragte aber den stellvertretenden Chef des Geheimdienstes SBU, Olexander Poklad, nähere Einzelheiten öffentlich zu machen. Unklar blieb der Zeitpunkt der Tat. Selenskyj sprach vom vergangenen Oktober. Wahrscheinlich ist aber Oktober 2024 gemeint, als ein solcher Fall bekannt wurde.
19.01.2026 – 17:44 Uhr Patricia Hoffhaus

Ein Todesopfer bei russischem Bombenangriff auf Charkiw

Durch einen russischen Bombenangriff ist mindestens eine Frau in der ostukrainischen Großstadt Charkiw getötet worden. Elf Menschen seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. 

Den Angaben nach hatten russische Flugzeuge nachmittags drei sogenannte Gleitbomben abgeworfen, die in einem Viertel mit Einfamilienhäusern einschlugen. Bei solchen Angriffen bleiben die russischen Jets im eigenen Luftraum, die Bomben gleiten über Dutzende Kilometer bis zum Ziel. Charkiw liegt nur gut 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
19.01.2026 – 15:55 Uhr Patricia Hoffhaus

Bundesregierung: Energieversorgung in Ukraine kurz vor Kollaps

Die fortgesetzten russischen Angriffe auf die Ukraine haben die Infrastruktur und Energieversorgung des Landes nach Angaben des Auswärtigen Amtes in die Nähe „eines Kollaps“ gebracht. Das Außenministerium habe noch einmal 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung gestellt, sagt ein Sprecher. Die Menschen litten unter extremer Kälte und „brutalen russischen Angriffen“ auf die Energieinfrastruktur. 

Man unterstütze Bargeldhilfen für Menschen in frontnahen Gebieten zur Anschaffung der nötigsten Güter, von Notstromaggregaten für Schutzräume, Heizsystemen, Kleidung und Decken. Man schaue, was noch an Schritten möglich sei. Das Entwicklungsministerium verweist auf ein Winterhilfe-Unterstützungspaket über 50 Millionen Euro, das man geschnürt habe.
19.01.2026 – 06:47 Uhr Lukas Bay

Ukraine: Wieder russischer Angriff auf Energieanlagen in Region Odessa

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Region Odessa sind den örtlichen Behörden zufolge in der Nacht wieder Energie- und Gasanlagen und ein Wohnhaus getroffen worden. Eine Person sei verletzt worden, teilt Regionalgouverneur Oleh Kiper mit. Im Bezirk Odessa sei eine Drohne in ein mehrstöckiges Wohnhaus eingeschlagen. Dabei wurden zwei Wohnungen, die Fassade des Gebäudes, Fenster und in der Nähe geparkte Fahrzeuge beschädigt. Getroffen wurde den Angaben zufolge zudem eine nicht näher bezeichnete Einrichtung der „kritischen Infrastruktur“.
19.01.2026 – 00:31 Uhr Miriam Braun

Ukraine: Russland intensiviert Kämpfe statt über Frieden zu reden

Russland zeigt nach den Worten des ukrainischen Armeechefs kein Interesse an Friedensgesprächen. „Im Gegenteil, wir beobachten, dass die Kampfhandlungen zunehmen und die Produktion von Angriffswaffen, Raketen und Drohnen gesteigert wird“, sagt Olexandr Syrskyj dem Online-Medium lb.ua in einem am Sonntag veröffentlichten Interview. 

Moskau plane, den Ausstoß auf bis zu 1000 Drohnen pro Tag zu erhöhen. Syrskyj bezeichnet die ukrainischen Angriffe weit hinter der Front als „unsere Stärke“. Dadurch seien 719 Ziele getroffen und Schäden in Höhe von 15 Milliarden Dollar verursacht worden, vor allem in der russischen Ölindustrie. Die ukrainischen Verluste seien 2025 zudem um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, während die russischen Verluste „deutlich gestiegen“ seien.
19.01.2026 – 00:13 Uhr Miriam Braun

Ukraine: Gespräche mit USA werden in Davos fortgesetzt

Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über eine Beilegung des Krieges mit Russland weiterführen. „Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in Davos fortzusetzen“, schreibt der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow im Messengerdienst Telegram. Bei dem jüngsten einer Reihe von Treffen in Florida hätten beide Seiten über Sicherheitsgarantien und einen Plan für den Wiederaufbau nach dem Krieg beraten.
18.01.2026 – 22:22 Uhr Miriam Braun

Kiews Oberbefehlshaber Syrskyj kündigt neue Offensive an

Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat parallel zu den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende in einem Interview eine neue Offensive gegen Russlands Truppen angekündigt. Es gebe Erfolge bei der Mobilmachung und der Ausrüstung der ukrainischen Soldaten, sagte Syrskyj in einem Interview des Medienportals „LB.ua“. Die Ergebnisse seien besser als noch vor sieben Monaten. Syrskyj geht demnach davon aus, dass Russland sich weiter die gesamte Ukraine einverleiben wolle.

„Daher werden wir entsprechend Offensivoperationen durchführen“, sagte er. Die strategische Verteidigungsinitiative sei notwendig, weil die Ukraine allein durch Verteidigung keinen Sieg erringen könne. Ziel sei es, den Feind Russland zu einem noch höheren Aufwand bei Personal, Munition und Bewaffnung zu bringen. 

Schon jetzt seien die Verluste der Russen bei den Kämpfen höher als auf ukrainischer Seite. Der Ukraine sei es gelungen, ihre Verluste weiter zu reduzieren, sagte Syrskyj. Die Ukraine verteidigt sich inzwischen seit fast vier Jahren mit westlicher Militärhilfe gegen den russischen Angriffskrieg.
18.01.2026 – 10:11 Uhr Jana Brüntjen

Ukraine meldet Tote bei russischem Angriff 

Bei einem erneuten russischen Drohnenangriff auf die Ukraine sind in der Nacht zum Sonntag nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zwei Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden demnach verletzt. Der Angriff mit mehr als 200 Drohnen habe sich gegen mehrere Regionen des Landes gerichtet, darunter Charkiw und Odessa. 
17.01.2026 – 20:17 Uhr Miriam Braun

Drohnenangriffe: Stromausfall in russisch besetzter Region der Ukraine

In dem von russischen Truppen besetzten Teil der südostukrainischen Region Saporischschja ist es nach Angaben der Besatzer wegen ukrainischer Drohnenangriffe zu Stromausfällen gekommen. Das betreffe einen „bedeutenden Teil des Gebiets Saporischschja“, schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur, Jewgeni Balizki, bei Telegram. Generatoren würden wichtige Objekte wie Krankenhäuser versorgen und die Wasserversorgung gewährleisten. Balizki rief die Bevölkerung zur Geduld für die Dauer der Reparaturarbeiten auf. 

Gleichzeitig drohte Balizki mit Strafen bei der Veröffentlichung von Aufnahmen vom Einsatz der Flugabwehr und den Folgen von Einschlägen. In sozialen Netzwerken waren zuvor Videos von mutmaßlichen Drohneneinschlägen in einem Umspannwerk bei der Großstadt Melitopol verbreitet worden. 

Den Besatzungsbehörden zufolge ist auch der russisch besetzte Teil des benachbarten Gebiets Cherson von den Stromausfällen betroffen. Mehrere hundert Siedlungen seien ohne Elektrizität, teilte der vom Kreml eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo mit.
17.01.2026 – 12:07 Uhr Vivian Melchert

Ukrainische Unterhändler zu Gesprächen über Friedensplan in den USA

Ukrainische Unterhändler sind zu Gesprächen über Einzelheiten eines möglichen Abkommens zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in den USA eingetroffen. Die Delegation werde sich mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und US-Heeresstaatssekretär Daniel Driscoll treffen, teilte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow am Samstag mit. 
Die Ukraine braucht einen gerechten Frieden. Wir arbeiten daran, Ergebnisse zu erzielen.
Kyrylo Budanow, ukrainischer Präsidialamtschef
Die Ukraine und die USA haben einen 20-Punkte-Friedensvorschlag ausgearbeitet, zu dem sich Russland bislang nicht geäußert hat. Zu den schwierigsten Themen gehören russische Forderungen nach Gebietsabtretungen, Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die Zukunft des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja.

Auf der Agenda der Gespräche in den USA steht ukrainischen Angaben zufolge auch ein Wiederaufbaupaket für die Zeit nach einem Kriegsende. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte die Hoffnung, am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in der kommenden Woche in Schweizer Alpenort Davos ein entsprechendes Abkommen mit den USA unterzeichnen zu können. Damit sollen Wiederaufbau-Investitionen in Höhe von rund 800 Milliarden Dollar freigesetzt werden. Trump hatte diese Woche gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, er werde Selenskyj möglicherweise auf dem WEF treffen.
17.01.2026 – 11:36 Uhr Vivian Melchert

Selenskyj ordnet schnellere Stromimporte an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat wegen der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung den schnellstmöglichen Ausbau der Stromimporte und der Einfuhr zusätzlicher Energieausrüstung angeordnet. „Alle dafür nötigen Entscheidungen sind bereits getroffen, und die Steigerung der Importe muss ohne Verzögerung erfolgen“, teilt Selenskyj nach einem Treffen mit hochrangigen Regierungs- und Militärvertretern auf der Online-Plattform X mit.
17.01.2026 – 11:27 Uhr Vivian Melchert

Ukraine: Wieder russische Angriffe auf Gasanlagen

Russland hat bei einem nächtlichen Luftangriff in der Ukraine erneut Anlagen zur Gasproduktion getroffen. Dies teilt der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz am Samstag mit. Demnach war es der sechste derartige Angriff innerhalb einer Woche. „Es handelt sich um gezielte Angriffe auf die zivile Infrastruktur, um die Ukrainer während der kalten Jahreszeit von Heizung und Gas abzuschneiden“, erklärt das Unternehmen über den Kurznachrichtendienst Telegram. 
17.01.2026 – 11:20 Uhr Vivian Melchert

Klitschko: Wieder Heizung für mehr Wohnblocks in Kiew

Nach tagelangem Heizungsausfall kommt die Wiederherstellung der Fernwärme in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko voran. Etwa 50 Wohnblocks seien noch ohne Heizung, schrieb er auf Telegram. Nach einem massiven russischen Luftangriff am 9. Januar war zunächst für 6.000 Häuser die Fernwärme ausgefallen, also die Hälfte des Wohnungsbestandes. „Die kommunalen Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr“, schrieb Klitschko. In Kiew herrscht strenger Winter mit bis zu 16 Grad Frost nachts. Viele Häuser sind ausgekühlt. 

Weiterhin schwierig ist die Stromversorgung der Dreimillionenstadt. In vielen Wohnungen gibt es wegen Notfallabschaltungen nur für wenige Stunden Strom. Durch einen weiteren Luftangriff auf das Kiewer Umland in der Nacht zum Samstag sei im Vorort Butscha für 56.000 Haushalte der Strom ausgefallen, teilte der Versorger DTEK mit. In den Vororten Browary und Boryspil gebe es Notabschaltungen. Das Winterwetter erschwere die Reparaturarbeiten.

Ebenso wurden in der Nacht Energieanlagen im südlichen Gebiet Odessa beschossen, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Aus Sicht der Ukraine versucht die russische Armee mit systematischen Angriffen auf die Infrastruktur mitten im Winter die großen Städte unbewohnbar zu machen.



17.01.2026 – 09:36 Uhr Vivian Melchert

Russland meldet Einnahme von zwei Ortschaften

Russische Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ortschaften Prywillja in der ukrainischen Region Donezk und Pryluki in der Region Saporischschja eingenommen.
16.01.2026 – 21:29 Uhr Sarah Sendner

IAEA: Russland und Ukraine einigen sich auf Feuerpause an AKW Saporischschja

Russland und die Ukraine verständigen sich nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auf eine lokale Feuerpause am Atomkraftwerk Saporischschja. Dies soll Reparaturen an der letzten Reserve-Stromleitung ermöglichen, wie die UN-Behörde mitteilt. Die Behörde arbeite eng mit beiden Seiten zusammen, um die nukleare Sicherheit zu gewährleisten und einen Unfall zu verhindern, erklärt Generaldirektor Rafael Grossi.
16.01.2026 – 19:33 Uhr Anna Lena Stahl

Selenskyj warnt vor neuen massiven russischen Luftangriffen

Vor dem Hintergrund einer Kältewelle und massiven Problemen bei der Energieversorgung hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor neuen massiven russischen Luftangriffen gewarnt. „Bitte beachtet die Luftalarme“, sagte der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft. 

Zugleich kritisierte er die westlichen Verbündeten. „Wir reden ehrlich mit den Partnern über die notwendigen Raketen für die Flugabwehr und Flugabwehrsysteme. Die Lieferungen reichen nicht aus“, betonte Selenskyj. Kiew dränge die Partnerstaaten zu einer Beschleunigung des Lieferprozesses.

In der Ukraine herrscht seit Tagen starker Frost und in den Nächten sinken die Temperaturen teils auf minus 20 Grad. Zugleich hat das russische Militär durch systematische Raketen- und Drohnenangriffe auf Energieanlagen Ausfälle bei der Versorgung mit Strom und Fernwärme in weiten Landesteilen verursacht. Besonders schwer ist die Lage in der Hauptstadt Kiew, in der es seit Tagen zu Notabschaltungen des Stroms kommt.
16.01.2026 – 18:52 Uhr Anna Lena Stahl

Ukraine kündigt Gespräche mit USA für Samstag an

Die Ukraine hat für diesen Samstag Gespräche in den USA über die „zukünftige Sicherheitsarchitektur“ und die „langfristige ökonomische Entwicklung“ des osteuropäischen Landes angekündigt. Dabei solle an Abkommen über Sicherheitsgarantien und zum „wirtschaftlichen Aufblühen der Ukraine“ mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 690 Milliarden Euro gearbeitet werden, schrieb die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna, auf Facebook. 

Als Verhandlungsort nannte sie Miami im Staat Florida. Bei einem günstigen Verlauf könne es bereits kommende Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) zu einer Unterzeichnung kommen. 
16.01.2026 – 16:28 Uhr Anna Lena Stahl

Ukraine: Timoschenko soll Hunderttausende Euro Kaution hinterlegen

Die mit Bestechungsvorwürfen konfrontierte ehemalige ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko ist von einem Gericht zu einer Kautionszahlung von umgerechnet über 660.000 Euro verpflichtet worden. Zudem darf die Parlamentsabgeordnete das Umland der Hauptstadt Kiew nicht verlassen und musste ihren Reisepass abgeben, wie örtliche Medien aus dem Gerichtssaal berichteten. Weiter ist sie verpflichtet, Vorladungen des Gerichts und von Ermittlern zu folgen.

Nach Ansicht des Nationalen Antikorruptionsbüros (NABU) soll Timoschenko mittels Bestechung versucht haben, das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten in der Obersten Rada zu beeinflussen. Die Fraktionsvorsitzende der Vaterlandspartei weist die Anschuldigungen gegen sich allerdings als politisch motiviert zurück. 
16.01.2026 – 15:56 Uhr Anna Lena Stahl

Umfrage: Mehrheit der Ukrainer gegen Gebietsverzicht für Sicherheitsgarantien

Eine Mehrheit der Ukrainer ist gegen einen Rückzug der eigenen Truppen aus dem noch kontrollierten Teil der östlichen Region Donezk im Gegenzug für Sicherheitsgarantien der USA und Europas. Rund 54 Prozent der Ukrainer lehnen dies kategorisch ab, wie am Freitag aus einer Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) hervorgeht. Etwa 39 Prozent würden dies widerstrebend akzeptieren.

„Zudem erwarten diejenigen, die zu einer Zustimmung bereit sind, recht umfassende Sicherheitsgarantien“, sagte der geschäftsführende Direktor des KIIS, Anton Hruschezkyj. „Sollte das Niveau der Garantien also niedriger ausfallen als erwartet, wird die Zustimmung zu einem solchen Vorschlag noch geringer sein.“
16.01.2026 – 15:45 Uhr Anna Lena Stahl

Bürgermeister: Kiew verfügt nach Angriffen nur über Hälfte des benötigten Stroms

Die ukrainische Hauptstadt Kiew verfügt nach russischen Angriffen auf die Infrastruktur nur über etwa die Hälfte des benötigten Stroms. „Es ist das erste Mal in der Geschichte unserer Stadt, dass bei so strengem Frost im größten Teil der Stadt die Heizung ausgefallen ist und es einen massiven Strommangel gibt“, sagt Bürgermeister Vitali Klitschko der Nachrichtenagentur Reuters.

Reparaturteams würden rund um die Uhr arbeiten, um die Heizungsversorgung wiederherzustellen. Etwa 100 Gebäude seien immer noch unbeheizt. Es sei die schwerste Energiekrise während des Krieges für die Stadt mit 3,6 Millionen Einwohnern.
16.01.2026 – 15:44 Uhr Anna Lena Stahl

Selenskyj: Verhandlungsteam unterwegs in die USA

Ukrainische Unterhändler sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj unterwegs in die USA. Das ukrainische Team arbeite „trotz allem“ aktiv mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump, teilte Selenskyj mit. In diesen Tagen seien Treffen geplant. Der US-Präsident hatte in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters zuletzt die Einschätzung geäußert, dass er Selenskyj für ein größeres Hindernis auf dem Weg zu Frieden hält als Kremlchef Wladimir Putin.

Zur ukrainischen Delegation gehören der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats Rustem Umjerow, Selenskyjs neuer Kanzleichef Kyrylo Budanow und der Abgeordnete David Arachmija. Kiew erhoffe sich mehr Klarheit sowohl in Bezug auf die Dokumente, die mit der US-Seite vorbereitet worden seien, als auch in Bezug auf eine Rückmeldung Russlands auf die diplomatische Arbeit, sagte Selenskyj.

HB
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