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Ukraine-KriegSchwerer russischer Angriff auf Sumy – mindestens 32 Tote

Zwei ballistische Raketen haben in der ukrainischen Stadt schwere Schäden angerichtet. Viele der Opfer nahmen an Feiern zum Palmsonntag teil, als die Geschosse einschlugen. 14.04.2025 - 08:36 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Der Angriff auf die Stadt Sumy war bereits der zweite mit zahlreichen Todesopfern in dieser Woche. Foto: AFP

Kiew. Bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine sind nach Angaben der ukrainischen Behörden bisher mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien zwei Kinder, teilte der staatliche Notfalldienst mit. 84 Menschen, unter ihnen zehn Kinder, seien verletzt worden.

Zwei ballistische Raketen seien im Zentrum von Sumy eingeschlagen, als Ortsansässige sich für Feiern zum Palmsonntag versammelt hätten, schrieb der geschäftsführende Bürgermeister Artem Kobsar in einem Post in den sozialen Medien. „An diesem strahlenden Palmsonntag hat unsere Gemeinde eine schreckliche Tragödie erlitten.“

Videos vom Ort des Geschehens in sozialen Medien zeigten auf dem Boden aufgereihte Leichensäcke inmitten von Schutt und Trümmern, Rauch stieg auf. Im Laufe der Bergungseinsätze wurden weitere Tote in Decken gehüllt.

Bei den Angriffen wurden Dutzende Menschen verletzt. Foto: AP

Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, dass die Einsätze der Hilfskräfte in Sumy andauerten. Es habe Dutzende Tote durch den Angriff mit den zwei Raketen gegeben. „Nur dreckiger Abschaum kann sich so verhalten – gewöhnlichen Menschen das Leben nehmen“, erklärte Selenskyj. Er forderte eine internationale Reaktion auf den Angriff. „Gespräche haben noch nie ballistische Raketen und Fliegerbomben gestoppt. Was Not tut, ist eine Haltung gegenüber Russland, die ein Terrorist verdient.“

Es war der zweite schwere Angriff auf die Ukraine mit vielen zivilen Todesopfern in mehr als einer Woche. Am 4. April waren bei einem russischen Raketenangriff auf Selenskyjs Heimatstadt Krywyj Rih mindestens 19 Menschen getötet worden, darunter neun Kinder.

Trump: Angriff war „Irrtum“ – Macron will Russland zu Waffenruhe zwingen

US-Präsident Donald Trump erklärt auf Anfragen, es sei ihm gesagt worden, dass es sich bei dem Angriff um einen „Irrtum“ gehandelt habe. Weitere Details gibt er dazu nicht an. Doch er fügt hinzu, der Angriff sei eine „schreckliche Sache“ gewesen.

Für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron unterstreicht der russische Raketenangriff auf die nordukrainische Stadt Sumy hingegen die dringende Notwendigkeit, Russland eine Waffenruhe aufzuerlegen. „Jeder weiß, dass nur Russland diesen Krieg will. Heute ist klar, dass nur Russland ihn fortsetzen will und damit seine Verachtung für Menschenleben, das Völkerrecht und die diplomatischen Bemühungen von (US-)Präsident (Donald) Trump zeigt“, schreibt Macron auf X.

„Um Russland einen Waffenstillstand aufzuzwingen, sind energische Maßnahmen erforderlich. Frankreich arbeitet unermüdlich an der Seite seiner Partner auf dieses Ziel hin.“

Am Samstag hatten die Chefdiplomaten Russlands und der Ukraine der jeweils anderen Seite vorgeworfen, gegen eine von den USA vermittelte vorläufige Vereinbarung zu verstoßen, Angriffe auf die Energieinfrastruktur auszusetzen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow und der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha äußerten sich bei separaten Veranstaltungen des Diplomatie-Forums im türkischen Antalya - eine Konferenz, die Podiumsdiskussionen zu Themen rund um Internationale Beziehungen ausrichtet.

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Lawrow erklärte, „die Ukrainer haben uns von Anfang an attackiert, an jedem Tag, vielleicht mit zwei oder drei Ausnahmen“. Er kündigte an, dass Moskau den USA, der Türkei und internationalen Organisationen eine Liste mit ukrainischen Angriffen auf Ziele in Russland in den vergangenen drei Wochen vorlegen werde.

Sybiha wies die Vorwürfe am Samstag vehement zurück. Russland habe „fast 70 Raketen, über 2.200 (explodierende) Drohnen und über 6.000 Lenkbomben“ auf die Ukraine abgeworfen, „zumeist auf Zivilisten“, seitdem Moskau einer begrenzten Feuerpause zugestimmt habe.

dpa
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