Ukraine-Krieg: Wo Russland in der Ukraine wirklich am schnellsten vorrückt
Pokrowsk. Zu Wochenbeginn sorgten Videoaufnahmen russischer Soldaten, die im dichten Nebel zu Fuß oder auf Motorrädern vorrücken, in sozialen Netzwerken für Aufmerksamkeit. Die Aufnahmen sollen aus Pokrowsk im Donbass stammen. Die Schlacht um die Festungsstadt dominiert seit Wochen die Kriegsberichterstattung aus der Ukraine.
Nun scheint die Entscheidung gefallen zu sein. Bereits 90 Prozent des Stadtgebiets sollen sich unter russischer Kontrolle befinden. Neben dem russischen Vormarsch zeigen die Bilder aber noch etwas anderes: die Bedeutung der Witterung.
Beide Kriegsparteien überwachen rund um die Uhr das Frontgebiet mit Drohnen und greifen jeden feindlichen Soldaten an, der sich aus der Deckung wagt. Bei starkem Regen und besonders bei Nebel liefern die meisten Drohnen aber keine brauchbaren Bilder. Für größere Bewegungen sind solche Wetterverhältnisse deshalb von Vorteil.
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Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt blieb, dass es am selben Wochenende, ebenfalls bei Nebel, an einem anderen Frontabschnitt zu einem weit größeren Vorstoß russischer Truppen kam. Es handelt sich um ein Gebiet etwa 75 Kilometer südwestlich von Pokrowsk, wo die drei Oblaste Donezk, Saporischja und Dnipropetrowsk aufeinandertreffen.