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+++ USA +++Bundesbeamter schießt Person bei Protest in Minneapolis ins Bein

Live-BlogResolution gestoppt: Trump braucht keine Zustimmung vom Parlament für Einsätze in Venezuela +++ Trump beharrt auf Grönland – „Es wird sich etwas finden“ +++ Der Newsblog. 15.01.2026 - 04:49 Uhr Artikel anhören
Demonstranten konfrontieren ICE‑Beamte: In Minneapolis kommt es seit Tagen zu Auseinandersetzungen zwischen Bevölkerung und Einwanderungsbehörde. Foto: Tom Baker/AP/dpa
15.01.2026 – 03:45 Uhr Miriam Braun

Bundesbeamter schießt Person bei Protest in Minneapolis ins Bein

Bei Protesten in Minneapolis gegen die Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE hat ein Bundesbeamter einer Person nach AP-Informationen ins Bein geschossen. Zu den Schüssen kam es offenbar während einer Festnahme, nachdem der Beamte von der Person mit einer Schaufel angegriffen worden war, wie eine mit dem Fall vertraute Quelle der AP mitteilte. Die Angaben seien vorläufig, die Ermittlungen zu dem Vorfall befänden sich noch in einem frühen Stadium.

Eine große Gruppe von Bundesbeamten und Polizisten setzte am Mittwoch Tränengas gegen eine Menschenmenge ein, die sich an einer Kreuzung im Norden von Minneapolis versammelt hatte. Die Stadt schrieb auf X: „Wir sind über Berichte zu Schüssen mit Beteiligung der Bundespolizei im Norden von Minneapolis informiert. Wir arbeiten daran, weitere Details zu bestätigen.“

Zu den Schüssen kam es rund sieben Kilometer nördlich des Ortes, an dem ein ICE-Beamter die 37-jährige Renee Good am 7. Januar am Steuer ihres Wagens erschossen hatte. Der Vorfall hat landesweit und insbesondere im US-Bundesstaat Minnesota zu Protesten geführt.
15.01.2026 – 03:04 Uhr Miriam Braun

Resolution zu US-Einsätzen in Venezuela im Kongress gestoppt

Mit der ausschlaggebenden Stimme von Vize-Präsident JD Vance ist im US-Senat eine Resolution für eine zwingende Zustimmung des Parlaments zu Venezuela-Militäreinsätzen der USA gestoppt worden. 50 Senatoren und Vance stimmten in der Kammer im US-Kongress dafür, dass der Senat inhaltlich erst gar nicht über die Resolution abstimmen soll. 50 stimmten dagegen. 

US-Präsident Donald Trump soll Medienberichten zufolge noch Druck auf Republikaner ausgeübt haben, die die Resolution zunächst unterstützen wollten. Trotzdem ging die Abstimmung im Senat in Washington äußerst knapp für den US-Präsidenten aus. 

Mehrere Demokraten und ein Republikaner hatten nach dem US-Angriff auf Venezuela samt Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro die Resolution initiiert. Diese sieht vor, dass Trump das Parlament um Zustimmung für weitere militärische Einsätze in dem südamerikanischen Land bitten muss. 
15.01.2026 – 01:38 Uhr Sarah Sendner

Trump will Versorgung mit kritischen Rohstoffen über Verhandlungen sichern

US-Präsident Donald Trump hat vorerst auf die Einführung von Zöllen auf kritische Rohstoffe wie Seltene Erden und Lithium verzichtet. Stattdessen wies er seine Regierung am Mittwoch an, die Versorgung durch Verhandlungen mit internationalen Handelspartnern zu sichern. Mit dem Schritt schiebt Trump eine Entscheidung über Zölle auf, die die US-Wirtschaft weiter belasten könnten.

Trump beauftragte den Handelsbeauftragten Jamieson Greer und Handelsminister Howard Lutnick, entsprechende Gespräche aufzunehmen. Ziel der Verhandlungen sei es, die Importe so anzupassen, dass sie die nationale Sicherheit der USA nicht gefährden. Die Gespräche sollen zudem die Einführung von Preisuntergrenzen für kritische Rohstoffe fördern. 

15.01.2026 – 00:09 Uhr Miriam Braun

US-Senat blockiert Beschränkung von Trumps Militärbefugnissen

Der US-Senat hat am Mittwoch eine Resolution blockiert, die Präsident Donald Trump Militäraktionen in Venezuela ohne Zustimmung des Kongresses untersagt hätte. Die Abstimmung endete mit 51 zu 50 Stimmen, nachdem Vizepräsident JD Vance den Ausschlag gegeben hatte. Zuvor hatte Trump Druck auf Mitglieder seiner Republikanischen Partei ausgeübt, die die Vorlage unterstützt hatten. Nur drei republikanische Senatoren stimmten letztlich mit den Demokraten für die Resolution. 
14.01.2026 – 23:47 Uhr Miriam Braun

Mehr Versicherte und höhere Preise treiben US-Gesundheitskosten in die Höhe

Die Gesundheitsausgaben in den USA sind im Jahr 2024 kräftig gestiegen. Sie legten um 7,2 Prozent auf 5,3 Billionen Dollar zu, wie die zuständige US-Behörde Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) am Mittwoch mitteilte. Gründe dafür waren vor allem mehr Versicherte und eine stärkere Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Die Gesundheitsausgaben machten damit 18 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus und wuchsen schneller als die US-Wirtschaft insgesamt.

Den größten Anstieg verzeichneten die Verwaltungskosten der Regierung, die um 14,7 Prozent zulegten. Die Behörde führte dies auf Änderungen bei der staatlichen Krankenversicherung für Geringverdiener (Medicaid) zurück. Nach dem Auslaufen von Corona-Sonderregelungen mussten viele Menschen ihren Versicherungsstatus neu klären. Auch die Ausgaben für nicht-ärztliche Fachkräfte und die häusliche Pflege nahmen mit über zehn Prozent deutlich zu. Zudem trugen höhere Krankenhauspreise zu dem Anstieg bei. Sie stiegen so stark wie seit 2007 nicht mehr.

Insgesamt stieg die Zahl der privat Versicherten um 3,5 Prozent auf 214,3 Millionen Menschen. Einen besonders starken Zuwachs gab es bei den über das als „Obamacare“ bekannte Gesetz „Affordable Care Act“ (ACA) abgeschlossenen Versicherungen. Ihre Zahl wuchs um mehr als 30 Prozent auf 21,1 Millionen. Ein Grund dafür war, dass Menschen, die ihren Anspruch auf die staatliche Medicaid-Versicherung verloren hatten, sich über eine Sonderfrist bei den ACA-Plänen anmelden konnten.
14.01.2026 – 23:01 Uhr Miriam Braun

Insider: USA schließen erste Ölverkäufe aus Venezuela ab

Die USA haben einem Regierungsvertreter zufolge die ersten Verkäufe von venezolanischem Öl auf Grundlage eines neuen Abkommens getätigt. Die Einnahmen aus den ersten Transaktionen im Wert von rund 500 Millionen Dollar würden auf Bankkonten unter der Kontrolle der US-Regierung verwahrt, sagte der Insider am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere Verkäufe würden in den kommenden Tagen und Wochen erwartet. Das Hauptkonto befinde sich, einer mit den Plänen vertrauten Person zufolge, in Katar. Das Land diene als neutraler Ort, an dem Gelder mit US-Genehmigung und ohne das Risiko einer Beschlagnahmung transferiert werden könnten. Das Gesamtvolumen der Vereinbarung zwischen den Regierungen in Washington und Caracas beläuft sich auf zwei Milliarden Dollar.

Als Reaktion auf die Wiederaufnahme der Exporte unter US-Aufsicht fährt der venezolanische Staatskonzern PDVSA Insidern zufolge seine Ölproduktion wieder hoch. Am Montag hatten zwei Supertanker venezolanische Gewässer verlassen. Zuvor hatte ein striktes US-Embargo die Ausfuhren des Opec-Mitglieds fast vollständig zum Erliegen gebracht. Die USA hatten bei einem Militäreinsatz den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro gefangen genommen. 

14.01.2026 – 22:26 Uhr Miriam Braun

Migrationspolitik: Trump droht Städten mit Entzug von Bundesmitteln

US-Präsident Donald Trump hat den Entzug von Bundesmitteln für US-Städte und Bundesstaaten angekündigt, die sich seiner Einwanderungspolitik widersetzen. Zur Begründung erklärte der Präsident in einer Rede, diese Kommunen täten „alles Mögliche, um Kriminelle auf Kosten der amerikanischen Bürger zu schützen“. Ab dem 1. Februar sollen laut Trump die Zahlungen vom Bund an diese mehrheitlich demokratisch regierten Städte und Bundesstaaten eingestellt werden. 
14.01.2026 – 22:19 Uhr Miriam Braun

Trump beharrt auf Grönland – „Es wird sich etwas finden“

US-Präsident Donald Trump hat seine Forderung nach einer Übernahme Grönlands durch die USA bekräftigt und Dänemark die Fähigkeit zur Verteidigung der Insel abgesprochen. „Ich denke, es wird sich etwas finden“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten im Weißen Haus. „Grönland ist sehr wichtig für die nationale Sicherheit, einschließlich der dänischen“, erläuterte er. 

„Und das Problem ist, dass es überhaupt nichts gibt, was Dänemark dagegen tun kann, wenn Russland oder China Grönland besetzen wollen, aber es gibt alles, was wir tun können“, sagte Trump. „Das haben Sie letzte Woche bei Venezuela gemerkt.“ Die USA hatten bei einem Militäreinsatz den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro gefangen genommen.
14.01.2026 – 20:33 Uhr Alisa Swoboda

US-Abgeordnete: 70 Demokraten für Amtsenthebungsverfahren gegen Noem

Nach den tödlichen Schüssen eines Agenten der US-Einwanderungsbehörde auf eine Frau in Minneapolis wollen die oppositionellen Demokraten versuchen, trotz fehlender Mehrheiten im Kongress ein Amtsenthebungsverfahren gegen die zuständige Heimatschutzministerin Kristi Noem einzuleiten. Die Abgeordnete Robin Kelly sagte am Mittwoch, sie habe drei Anklagepunkte gegen Noem vorgebracht und habe dafür die Unterstützung von fast 70 Demokraten.

Weil die Republikaner sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit haben, hat ein Amtsenthebungsverfahren kaum Aussicht auf Erfolg. Kelly sagte aber, dass sie sich davon nicht abhalten lassen wolle. Schließlich seien bei ICE-Einsätzen „echte Menschen verletzt und getötet“ worden. „Wenn wir nichts tun, wird nichts passieren“, sagte Kelly. Es ist unklar, wann Kelly eine Abstimmung über ihren Antrag erzwingen will.
14.01.2026 – 19:13 Uhr Alisa Swoboda

Dänemark: Keine Einigung mit USA bei Grönland-Krisengespräch

Auch nach dem Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland gibt es keine Lösung in dem Konflikt um die Arktisinsel. Zwischen den Parteien bestehe eine „fundamentale Meinungsverschiedenheit“, sagte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen nach dem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio und US-Vizepräsident JD Vance in Washington.
14.01.2026 – 19:00 Uhr Alisa Swoboda

Deutschland, Schweden und Norwegen senden Militär nach Grönland

Vor dem Hintergrund der US-Ansprüche auf Grönland entsenden die Nato-Staaten Deutschland, Schweden und Norwegen Militärpersonal auf die Insel. „Deutschland wird morgen ein gutes Dutzend Soldaten als Erkunder nach Grönland schicken“, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwochabend. Er bestätigte damit einen Bericht der „Bild“. 

Das Verteidigungsministerium teilte am Abend mit, dass sich die Bundeswehr auf Einladung Dänemarks vom 15. bis 17. Januar 2026 gemeinsam mit weiteren europäischen Nationen an einer Erkundung in Grönland beteiligen werde. „Ziel ist, die Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden, beispielsweise für Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung“, heißt es zur Begründung. Die Bundeswehr wird dazu am Donnerstagmorgen mit einem Airbus A400M Transportflugzeug ein Erkundungsteam mit 13 Bundeswehrangehörigen nach Nuuk entsenden.
Airbus A400M: An Bord eines solchen Transportflugzeugs wird die Bundeswehr am Donnerstagmorgen ein Erkundungsteam nach Nuuk entsenden. Reuters
Norwegen werde zwei Soldaten im Zuge einer besseren Kooperation der Nato schicken, sagte Verteidigungsminister Tore Sandvik Reuters. Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson wiederum erklärte auf der Plattform X, noch am Mittwoch würden einige schwedische Offiziere auf Grönland eintreffen. „Gemeinsam bereiten sie die nächsten Schritte im Rahmen der dänischen Übung 'Operation Arctic Endurance' vor“, schrieb Kristersson. Man habe damit auf eine dänische Anfrage reagiert. Die Offiziere gehörten zu einer Gruppe aus mehreren verbündeten Ländern.
14.01.2026 – 18:04 Uhr Alisa Swoboda

EU-Parlament verurteilt US-Äußerungen zu Grönland

Das Europäische Parlament hat die Äußerungen der Regierung von US-Präsident Donald Trump über Grönland als „inakzeptabel“ verurteilt. Die US-Erklärungen hätten keinen Platz in den Beziehungen zwischen demokratischen Partnern und würden unter anderem das Völkerrecht eklatant herausfordern, heißt es in einer Stellungnahme am Abend.
Jeder Versuch, die Souveränität und die territoriale Integrität Dänemarks und Grönlands zu untergraben, verstößt gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen.
Mitteilung des EU-Parlaments
14.01.2026 – 17:51 Uhr Lara Dehari

USA setzen bestimmte Visaverfahren für 75 Länder aus

Die USA setzen für 75 Länder die Bearbeitung von bestimmten Visaverfahren zum Aufenthalt in den Vereinigten Staaten aus. Das US-Außenministerium bestätigte das auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur und präzisierte, dass konkret Visaverfahren pausieren, bei denen es um dauerhafte Aufenthalte gehe (immigrant visa). 

Solch ein Visum beantragen Menschen, die sich in den USA dauerhaft niederlassen wollen. Es geht dabei in der Regel nicht um zeitlich begrenzte Aufenthalte wie Studium oder Arbeitsphasen mit konkreter Dauer. Um einen Urlaub in den USA geht es auch nicht, dafür braucht man zum Beispiel aus Deutschland gar kein Visum, sondern stattdessen eine Einreisegenehmigung. Welche Länder von den neuen Restriktionen betroffen sind, machte das Außenministerium nicht bekannt.
14.01.2026 – 17:50 Uhr Alisa Swoboda

Treffen zu Grönland-Streit in Washington beendet

Das Treffen von US- Vizepräsident und Außenminister Marco Rubio mit dem dänischen Außenminister Lars Løkke Rasmussen und seiner grönländischen Amtskollegin Vivian Motzfeldt in Washington ist beendet. Etwa eine Stunde nach Beginn des Gesprächs verließen Rasmussen und Motzfeldt das Eisenhower Executive Office Building wieder, wie Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachteten. Zum Verlauf des Gesprächs drang zunächst nichts nach außen. Rasmussen und Motzfeldt wurden später noch am Kapitol erwartet, dem Sitz des US-Kongresses.
14.01.2026 – 16:00 Uhr Alisa Swoboda

FBI-Durchsuchung bei Reporterin der „Washington Post“

Beamte der US-Bundespolizei FBI haben die Wohnung einer Reporterin der „Washington Post“ durchsucht. Die Maßnahme steht nach Angaben der Zeitung selbst und der „New York Times“ im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Regierungsangestellten. Dieser soll Geheimdienstberichte unerlaubt mit nach Hause genommen und weitergegeben haben, hieß es den Medienberichten zufolge im Durchsuchungsbefehl.

Die Journalistin, Hannah Natanson, soll bei der Durchsuchung anwesend gewesen sein. Ermittler beschlagnahmten demnach ihr Mobiltelefon, zwei Laptops – darunter ein Arbeitsgerät – sowie eine Smartwatch. Die Ermittler hätten ihr mitgeteilt, so schreibt die „Washington Post“, dass sich die Untersuchung nicht gegen sie richte, sondern gegen einen Systemadministrator aus dem Bundesstaat Maryland mit einer Sicherheitsfreigabe der höchsten Stufe. Er soll nach Angaben der Ermittler klassifizierte Dokumente in seinem Keller und an anderen Orten in seinem Haus aufbewahrt haben.
14.01.2026 – 14:47 Uhr Alisa Swoboda

Dänemark und Grönland verstärken Militärpräsenz in der Arktis

Dänemark und Grönland haben am Mittwoch mit der Verstärkung ihrer militärischen Präsenz in und um die Arktis-Insel begonnen. Dies geschehe in enger Zusammenarbeit mit Verbündeten und sei Teil des Versprechens, die Verteidigung der Arktis auszubauen, teilten die beiden Regierungen mit. 

Die Ankündigung erfolgt unmittelbar vor einem Krisentreffen in Washington, bei dem die Außenminister Dänemarks und Grönlands mit US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio zusammentreffen wollen. Hintergrund des Treffens sind die seit Wochen andauernden Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen. Grönland ist ein autonomer Teil des Königreichs Dänemark und gehört damit auch der Nato an. 
Grönlands Hauptstadt Nuuk. dpa
14.01.2026 – 13:48 Uhr Alisa Swoboda

US-Notenbanker Kashkari springt Powell in Fehde mit Trump bei

Der ins Visier der US-Justiz geratene Notenbankchef Jerome Powell erhält Unterstützung aus den eigenen Reihen. Der Präsident des Notenbankbezirks Minneapolis, Neel Kashkari, sagte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der „New York Times“, die Drohungen von Präsident Donald Trump gegen die Zentralbank im vergangenen Jahr hätten „im Wesentlichen mit der Geldpolitik zu tun“. 

Die US-Regierung hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Powell eingeleitet, die der Fed-Chef als „Vorwand“ bezeichnete, die Leitzinsen zu beeinflussen. Notenbanken aus aller Welt stellten sich in einer gemeinsamen Erklärung hinter den US-Zentralbankchef.
14.01.2026 – 12:25 Uhr Anna Kipnis

Trump: Alles andere als US-Kontrolle über Grönland ist inakzeptabel

US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt über von den USA erhobene Ansprüche auf Grönland einer einvernehmlichen Lösung eine Absage erteilt. Die Insel gehöre aus Gründen der nationalen Sicherheit in die Hände der USA, alles andere sei inakzeptabel, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social und rief die Nato auf, dafür den Weg zu ebnen.

14.01.2026 – 05:46 Uhr Anna Kipnis

Gesetzentwurf im US-Senat würde Grönland-Annexion verbieten

Ein Gesetzentwurf im US-Senat würde es Präsident Donald Trumps Regierung verbieten, das Gebiet eines Nato-Staats ohne die Zustimmung des betroffenen Bündnispartners zu annektieren, zu besetzen oder anderweitig zu kontrollieren. Das Gesetz wurde angesichts des US-Anspruchs auf die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland von der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski und der Demokratin Jeanne Shaheen eingebracht. 

Es war zunächst unklar, ob der Entwurf eine realistische Chance hat, von einer Mehrheit des Senats und anschließend auch im Repräsentantenhaus verabschiedet zu werden. Mit Blick auf Trumps Ansinnen, sich Grönland einzuverleiben, erklärten die Senatorinnen: „Solch ein Vorgehen würde dem Nordatlantikvertrag widersprechen, den Zusammenhalt der Nato schwächen und die bestehenden Bemühungen des Bündnisses untergraben, der Bedrohung durch Gegner wie Russland und China entgegenzutreten.“ 

Weiter erklärten die Senatorinnen: „Die Nato bleibt das erfolgreichste Verteidigungsbündnis in der Geschichte - und dessen Glaubwürdigkeit beruht auf dem gemeinsamen Verständnis, dass die Souveränität der Mitgliedsstaaten gegenseitig respektiert und verteidigt wird.“ 
14.01.2026 – 06:45 Uhr Anna Kipnis

Grönland schließt Anschluss an USA kategorisch aus

Grönlands Premierminister hat einen Anschluss der Insel an die USA kategorisch ausgeschlossen und betont, dass das arktische Territorium die Union mit Dänemark bevorzugt. Er hat signalisiert, dass Pläne zur Unabhängigkeit vorerst in den Hintergrund treten.

„Wir stehen derzeit vor einer geopolitischen Krise, und wenn wir uns hier und jetzt zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark entscheiden müssen, dann wählen wir Dänemark“, erklärte Premierminister Jens-Frederik Nielsen am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen. „Wir wählen das Grönland, das wir heute kennen, das Teil des Königreichs Dänemark ist“, sagte Nielsen.
Jens-Frederik Nielsen Reuters
14.01.2026 – 00:02 Uhr Sarah Sendner

Dutzend US-Staatsanwälte treten aus Protest gegen Trump-Regierung zurück

Aus Protest gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump im Umgang mit Bürgerrechtsfällen wollen mindestens ein Dutzend Bundesstaatsanwälte ihre Ämter niederlegen. Dies sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Die Kündigungen erstrecken sich demnach auf die Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums in Washington und die Bundesstaatsanwaltschaft in Minneapolis. Allein in Minnesota hätten sechs Staatsanwälte ihren Rücktritt eingereicht. Anlass sei die Anweisung aus der Führung des Justizministeriums, gegen die Witwe einer bei einem Polizeieinsatz getöteten Frau zu ermitteln.

Weitere sechs hochrangige Staatsanwälte der Bürgerrechtsabteilung in Washington kündigten ebenfalls ihren Abschied an. Ihnen sei zuvor mitgeteilt worden, dass sie nicht an der Untersuchung der tödlichen Schüsse in Minnesota beteiligt würden, hieß es. Dies ist üblicherweise die Aufgabe dieser Abteilung. 

14.01.2026 – 05:48 Uhr Anna Kipnis

Umfrage: Klare Mehrheit stellt sich hinter Grönland

Die Bundesbürger stehen der aktuellen US-Außenpolitik mit Blick auf Venezuela und Grönland kritisch gegenüber und befürworten eine deutliche Haltung Deutschlands gegenüber Washington.
Zwei Drittel der Wahlberechtigten (66 Prozent) halten die US-Militäraktion mit der Festnahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro für nicht gerechtfertigt, wie eine YouGov-Umfrage für die Deutsche Presse-Agentur ergab. 

73 Prozent befürworten zudem die Positionierung Deutschlands und mehrerer großer europäischer Länder, die sich in einer gemeinsamen Stellungnahme hinter Dänemark und Grönland gestellt hatten.
Die Einschätzungen, ob es zu einem militärischen Eingreifen der USA in Grönland kommen könnte oder nicht, halten sich die Waage. 39 Prozent halten das für wahrscheinlich, 40 Prozent für unwahrscheinlich. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erneut mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet. 

2080 Wahlberechtigte wurden von YouGov zwischen dem 9. und 12. Januar repräsentativ befragt.
14.01.2026 – 03:21 Uhr Sarah Sendner

USA investieren eine Milliarde Dollar in Hersteller von Patriot-Raketenmotoren

Die US-Regierung investiert eine Milliarde Dollar in das Raketenmotoren-Geschäft des Rüstungskonzerns L3Harris Technologies. Damit solle der Nachschub an Antrieben für eine breite Palette von Raketen gesichert werden, darunter auch für das von der Bundeswehr genutzte Patriot-Flugabwehrsystem, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Regierung erhält im Gegenzug eine Wandelanleihe, die bei einem für 2026 geplanten Börsengang der neuen Sparte in Aktien umgewandelt wird. „Wir ändern unseren Ansatz zur Sicherung unserer Munitionslieferkette grundlegend“, sagte der zuständige Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium, Michael Duffey. Die Aktie von L3Harris legte nach der Ankündigung um ein Prozent zu.
14.01.2026 – 01:17 Uhr Sarah Sendner

Trump zeigt einem Störenfried den Mittelfinger

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch in einem Ford-Werk im US-Bundesstaat Michigan mit Obszönitäten auf störende Zwischenrufe reagiert. Jemand rief dem Präsidenten mehrere Sätze zu, darunter die Aussage, dass Trump ein „Beschützer von Pädophilen“ sei – wohl in Bezug auf den Fall Jeffrey Epstein.

Ein von TMZ veröffentlichtes Video legt nahe, dass Trump als Reaktion auf die Beleidigung die Worte „fuck you“, also „fick dich“ mit dem Mund formte und seinen Mittelfinger ausstreckte. Ein Sprecher des Weißen Hauses, Steven Cheung, sagte: „Ein Irrer schrie in einem völligen Wutanfall wild Obszönitäten, und der Präsident gab eine angemessene und unmissverständliche Antwort.“ Es ist nicht das erste Mal, dass Trump vor laufenden Kameras ausfällig wurde.

13.01.2026 – 23:20 Uhr Angelika Ahrens

Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner

Außenminister Johann Wadephul pocht angesichts der Begehrlichkeiten der USA auf Grönland auf das Selbstbestimmungsrecht der dortigen Bewohner. Was mit Grönland geschehe, entschieden die Grönländerinnen und Grönländer, und die wollten beim Königreich Dänemark bleiben, sagte der CDU-Politiker am Rande seines US-Besuchs in den ARD-„Tagesthemen“. „Wenn sie eine andere Entscheidung treffen, dann ist es ihre Sache, es ist ihr Selbstbestimmungsrecht. Das ist eine ganz klare internationale Rechtsregel“, betonte Wadephul. 

Der Minister bekräftigte seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. „Ich sehe dafür keinen Anhaltspunkt, dass das irgendjemand hier machen möchte und es dafür ernsthafte Pläne gibt“, sagte er. 
HB
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