Konjunktur: Führende Institute sehen nur noch Mini-Wachstum
Berlin. Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute trauen der deutschen Wirtschaft kaum Wachstum zu. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigt demnach laut Handelsblatt-Informationen aus Regierungskreisen nur um 0,2 Prozent im laufenden Jahr.
Das geht aus der „Gemeinschaftsdiagnose“ des IfW Kiel, des RWI Essen, des DIW Berlin, des Ifo München und des IWH Halle hervor. Die Institute erstellen die Konjunkturprognose halbjährlich im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Die aktuelle Ausgabe stellen sie am Donnerstag in Berlin vor. Über die Zahlen hatte zuerst die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
2026 soll die deutsche Wirtschaft demnach wieder stärker wachsen. Den Instituten zufolge legt das BIP dann um 1,3 Prozent zu. Dieser Aufschwung ist allerdings nicht zuletzt auf die stark steigenden Staatsausgaben zurückzuführen, die die Bundesregierung mithilfe des 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz sowie der Schuldenbremse-Ausnahme für Verteidigung plant.
Die hohen Staatsausgaben sind auch ein wichtiger Treiber für das Wachstum 2027, das laut der Institute bei 1,4 Prozent liegen dürfte.