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Beschäftigung US-Arbeitsmarkt schafft im Juni weit mehr Stellen als gedacht

Etwa 850.000 Jobs sind laut US-Arbeitsministerium im vergangenen Monat entstanden. Die Arbeitslosenquote ist dennoch leicht gestiegen, obwohl Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten.
03.07.2021 Update: 02.07.2021 - 16:12 Uhr Kommentieren
Die Zahl der Jobs ist in den USA im Juni stärker gestiegen, als Ökonomen es erwartet haben. Quelle: dpa
Arbeiter in Washington

Die Zahl der Jobs ist in den USA im Juni stärker gestiegen, als Ökonomen es erwartet haben.

(Foto: dpa)

Washington Die US-Wirtschaft hat im Juni mehr Jobs geschaffen als erwartet. Landesweit kamen außerhalb der Landwirtschaft nach Angaben des US-Arbeitsministeriums von Freitag 850.000 Stellen hinzu. Die Arbeitslosenquote stieg demnach gegenüber dem Vormonat dennoch leicht um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent.

Analysten hatten nur mit einem Zuwachs von im Schnitt 720.000 Stellen gerechnet. Besonders viele Stellen seien im Freizeit- und Gastgewerbe, im Erziehungswesen sowie im Einzelhandel hinzugekommen, hieß es. Bei der Arbeitslosenquote hatten Analysten im Schnitt mit einen Rückgang auf 5,6 Prozent gerechnet.

Im April hatte es einen herben Dämpfer gegeben: Außerhalb der Landwirtschaft kamen lediglich 266.000 Stellen hinzu. Experten hatten mit einem Zuwachs von einer Million gerechnet. Im Mai besserte sich die Lage dann - mit einem Plus von 559 000 Stellen, viele davon im Gastgewerbe.

US-Präsident Joe Biden hatte angesichts der Mai-Zahlen von „großartigen Nachrichten“ gesprochen – und von „historischen Fortschritten“ auf dem Weg aus der Wirtschaftskrise. Die Pandemie hatte die US-Wirtschaft hart getroffen: Die Beschäftigung brach im Frühjahr 2020 im Rekordtempo ein. Seitdem erholt sich der Arbeitsmarkt zwar, allerdings sind immer noch viele Amerikaner ohne Job.

Die Erholung am Jobmarkt geht Hand in Hand mit dem Wirtschaftsaufschwung und der Impfkampagne, die mittlerweile 150 Millionen Amerikanern vollen Schutz gegen Corona bietet. Doch auch wenn die Wirtschaft wieder rund läuft, fehlen gut 6,7 Millionen Jobs zum Vorkrisenniveau.

Mehr Aufträge für US-Industrie

Auch aus der US-Industrie gibt es am Freitag positive Nachrichten: Die Bestellungen stiegen im Mai um 1,7 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 0,1 Prozent im April.

Das US-Handelsdefizit weitete sich im Mai wegen steigender Einfuhren aus. Der Fehlbetrag kletterte um 3,1 Prozent auf 71,2 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium ebenfalls mitteilte. Grund dafür war, dass die Warenimporte mit 1,2 Prozent auf 234,7 Milliarden Dollar stärker stiegen als die Exporte mit 0,3 Prozent auf den Rekordwert von 145,5 Milliarden Dollar. Ökonomen hatten weitgehend damit gerechnet.

Die US-Wirtschaft hat sich deutlich erholt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhöht seine Wachstumsprognose für die USA in diesem Jahr wegen der beispiellosen fiskalischen und geldpolitischen Unterstützung deutlich auf 7,0 Prozent. Im April war der IWF noch von einem Wirtschaftswachstum von 4,6 Prozent für 2021 ausgegangen.

Die Arbeitsmarktzahlen beeinflussen die Arbeit der Notenbank

Der Euro legte nach den Daten zum Dollar zu. Die Finanzmärkte haben die Zahlen genau im Blick. Eine nachhaltige Erholung am Jobmarkt gilt als eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Notenbank ihre Anschubhilfe für die von der Corona-Pandemie gebeutelte Wirtschaft in absehbarer Zeit verringern kann.

Fed-Chef Jerome Powell will die lockere Geldpolitik fortsetzen, bis substanzielle weitere Fortschritte auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht sind. Dabei hat er frühzeitig klar gemacht, dass es dafür positiver Signale aus einer ganzen Reihe von Arbeitsmarktberichten bedarf, bevor die Notenbank niedrigere Dosen ihrer monatlichen Geldspritzen in Höhe von 120 Milliarden Dollar ins Auge fassen kann.

Mehr: Die Verknappung des Faktors Arbeit ist für den flexiblen US-Markt eine Chance - ein Kommentar

  • rtr
  • dpa
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