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Digitale Revolution

Verein fürs vernetzte Heim Diese Unternehmen wollen Standards für Smart-Home-Anwendungen entwickeln

Ob Waschmaschine, Heizung oder Jalousie – das vernetzte Heim funktioniert nur, wenn die Plattform offen ist. Dafür will die Wibutleralliance sorgen.
13.09.2020 - 15:10 Uhr Kommentieren
Zu den Gründungsmitgliedern des Wibutleralliance e. V. zählen: Busch-Jaeger Elektro, CLAGE, Eltako, Hans Sasserath, Oventrop, Viessmann und Wolf sowie das Unternehmen hinter Wibutler, die Connectivity Solutions GmbH. Quelle: Wibutleralliance
Christof Burmann (Oventrop, v.l.n.r.), Mario Besseling (Hans Sasserath) und Christoph Batzilla (Wolf)

Zu den Gründungsmitgliedern des Wibutleralliance e. V. zählen: Busch-Jaeger Elektro, CLAGE, Eltako, Hans Sasserath, Oventrop, Viessmann und Wolf sowie das Unternehmen hinter Wibutler, die Connectivity Solutions GmbH.

(Foto: Wibutleralliance)

Düsseldorf Das vernetzte Heim ist schon längst keine Vision mehr. Immer mehr Hersteller haben inzwischen Lösungen entwickelt, damit die Kunden ihre Heizungen oder Jalousien, die Waschmaschine oder die Alarmanlage aus der Ferne steuern können. Doch für viele Endkunden ist das bislang komplex, weil jeder Hersteller eigene digitale Techniken und Fernsteuermöglichkeiten für ihre Geräte entwickelt hat.

Schon vor einigen Jahren sind daher Unternehmen auf die Idee gekommen, Plattformen zu entwickeln, auf denen sich mehrere Hersteller von Geräten zusammengeschlossen haben. „Let’s be smart“ ist zum Beispiel ein branchenübergreifendes Netzwerk von Partnern. Daneben gibt es technische Plattformen zur Hausautomation wie Magenta Smart Home, Conradconnect oder auch Amazon Alexa.

Bislang seien die Netzwerke und Vereine zu dem Thema eher für das Networking da gewesen, erklärt Michael Jüdiges, Mitgründer des aus der Fachhochschule Münster ausgegründeten Start-ups, der Connectivity Solutions GmbH, die hinter der IoT-Plattform Wibutler steht. Nun hat die Jungfirma einen Verein mit weiteren sieben Firmen gegründet. „Bei diesem Verein geht es um die Technologie, von der alle profitieren können, die Privatanwender, die Installateure und Elektromeister und die Betreiber und Bewohner von Quartieren“, sagt Jüdiges.

Zu den Gründungsmitgliedern des Wibutleralliance e. V. zählen: Busch-Jaeger Elektro, CLAGE, Eltako, Hans Sasserath, Oventrop, Viessmann und Wolf sowie das Unternehmen hinter Wibutler, die Connectivity Solutions GmbH.

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    Warum die Unternehmen nun einen Verein gegründet haben, erklärt sich aus der Geschichte von Wibutler. Das Start-up hatte sich zunächst auf eine zentrale Hardware fokussiert, mit der man die Hausgeräte steuern kann. Co-Gründer Michael Jüdiges kommt aus einem Familienunternehmen und ist Ingenieur der Energie- und Gebäudetechnik. Die vielen Einzellösungen der Hersteller sah er daher schon lange als Problem.

    Es gibt zu viele Einzellösungen im Markt

    Das Start-up wurde durch das Gründerstipendium Exist des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert, der erste privatwirtschaftliche Investor war der Pumpenspezialist Wilo. Nach einer Insolvenz, weil man sich zu stark auf das Geschäft mit Privatkunden fokussiert hatte, wurde Jüdiges Geschäftsführer und transformierte das Geschäftsmodell vom Hardware- zum Plattformanbieter. Der Heizungs- und Klimaspezialist Viessmann kaufte das Unternehmen 2018 aus der Insolvenz und behielt den offenen Charakter der Plattform bei.

    Christoph Batzilla, Leiter Marketing und Vertriebsstrategie vom Heizungs- und Lüftungssystemhersteller Wolf, war zu der Zeit bereits im engen Austausch mit Wibutler. Auch Wolf macht rund zwei Drittel des Umsatzes von mehr als 400 Millionen Euro mit Heizungen, das restliche Drittel mit Lüftungssystemen. Batzilla erinnert sich noch gut, dass man bei Wolf damals besorgt war, schließlich sei Viessmann mit rund zwei Milliarden Euro Umsatz der viel größere Konkurrent im Heizungsgeschäft.

    Aber Viessmann sicherte damals zu, dass Wibutler eine herstelleroffene Plattform bleiben soll. „Viessmann hat Wort gehalten“, resümiert Batzilla. Mit der Vereinsgründung bekommt die Gleichberechtigung nun eine rechtliche Basis: Wibutler-Geschäftsführer Jüdiges ergänzt: „Wir haben mit den Rechtsabteilungen der Partner gesprochen, die Ziele waren – wir wollten Unabhängigkeit ausstrahlen – einen rechtssicheren Rahmen schaffen und alle Partner stärker involvieren.“

    Auch Batzilla von Wolf sieht im Verein eine gute Rechtsform, „da hier Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen gleichberechtigt zusammenarbeiten können und jeder nur eine Stimme hat“. Eine herstelleroffene Plattform könne man nur mit Stimmengleichheit erreichen. „Wir wollen Standards setzen, die alle akzeptieren können, das ist in einem Verein gut möglich.“ Ein weiteres Ziel ist die Bündelung der Interessen auch gegenüber der Politik. „Sobald der Verein ins Register eingetragen ist, werden weitere bisherige Wibutler-Partner dazukommen“, sagt Jüdiges. Zu ihnen zählen zum Beispiel Hansgrohe, Wilo und Maico.

    Batzilla von Wolf und Jüdiges von Wibutler glauben, dass ein Verein, mit der Stimmengleichheit auch unterschiedlich großer Firmen, ein Modell für weitere Plattformen sein könnte.

    Mehr: Wie die großen Tech-Konzerne an der Stadt der Zukunft bauen

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