ChatGPT als Gründer: Wie nützlich sind die Geschäftsideen der KI wirklich?
Aus dem Vatikan-Foto von Christian Wermke ist ein von Monet inspiriertes Werk entstanden.
Foto: HandelsblattRom. Ich mag meinen Job. Ehrlich, ich will nichts anderes machen als Journalismus. Aber ein kleiner Zuverdienst? Ein Business, das sich mit minimalem Arbeitsaufwand nebenbei betreiben lässt? Ziemlich reizvoll.
Leider habe ich selbst keine Idee. Und da kommt Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel. KI kann Briefe schreiben wie Shakespeare, Bilder kreieren wie Rembrandt, Musik komponieren wie Mozart. Aber kann sie auch kreative Geschäftsmodelle entwickeln wie ein Seriengründer? Lässt sich wirklich Geld verdienen, wenn man sich blind auf die Vorschläge eines Sprachmodells verlässt, das eigentlich nur darauf trainiert wurde, Wörter nach Wahrscheinlichkeitsrechnung an die richtige Stelle zu setzen?
Als Antwort gibt es viele Gegenfragen.
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1. Die Idee: Mit ChatGPT ein Geschäftsmodell entwickeln
Am 5. Juni sitze ich vor einem leeren Chat und tippe meine erste Frage ein: Ich erkläre ChatGPT, dass ich festangestellt bin und gern nebenberuflich gründen will: Was wäre eine gute Geschäftsidee für mich?
Statt einer Antwort bombardiert mich die KI mit lauter Gegenfragen: Was sind meine besonderen Fähigkeiten oder Hobbys? Wie viel Geld bin ich bereit, in mein neues Unternehmen zu investieren? Wie viel Zeit will ich realistisch dafür aufwenden?