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Insight InnovationRoboter bekommen endlich Fingerspitzengefühl – auch dank KI

Damit Roboter im Alltag eine Hilfe werden, brauchen sie fähige Hände. Nach vielen Jahren Forschung könnte jetzt der Durchbruch gelingen – vor allem dank einer neuen Technologie.Axel Höpner 18.08.2025 - 09:25 Uhr Artikel anhören
Hand von Agile Robots: Nur, wenn die Greifer dazulernen, können sie der menschlichen Hand nahekommen. Foto: Agile Robots

München. Zwei Jahre arbeitete Zhongjie Li an einem der wichtigsten Projekte Teslas: dem Roboter „Optimus“. Der soll nicht nur in Fabriken oder Werkstätten arbeiten, sondern Alltagsaufgaben wie den Einkauf im Supermarkt oder die Kinderbetreuung erledigen. „Meine Vorhersage ist, dass Optimus langfristig den überwiegenden Wert des Unternehmens ausmachen wird“, sagte Tesla-Chef Elon Musk wiederholt.

Li war mit einer der zentralen Aufgaben des Projekts beauftragt: An „fortschrittlichen Roboterhandsensoren“. Diese Details stammen aus einer Klageschrift Teslas, die vor wenigen Wochen in Kalifornien veröffentlicht wurde. Der Elektroautohersteller bezichtigt den Ingenieur des Diebstahls. Dieser habe Dateien heruntergeladen, bevor er im vergangenen September das Start-up Proception gründete – das jetzt eine der „besten Roboterhände“ auf den Markt bringen will.

Der Streit um die „sensibelsten technischen Daten des Programms“, wie Tesla es in der Klage formuliert, zeigt beispielhaft: Roboterhände sind eine der wichtigsten Technologien der Welt. Nur mit ihnen können Maschinen komplexe Aufgaben von Menschen übernehmen. Und nach Jahrzehnten ohne wirklichen Durchbruch treiben nun Konzerne wie Tesla, Start-ups und Forschungsinstitute die Entwicklung mithilfe verbesserter Sensorik, neuer Materialien, mehr Rechenleistung und vor allem Künstlicher Intelligenz entscheidend voran.

Tesla-Chef Elon Musk: Optimus soll menschähnliche Hände haben. Foto: REUTERS

„Wer das hinbekommt, erschließt einen Markt, der fast unendlich groß ist“, meint Markus Henke, Gründer des Robotik-Start-ups Poweron aus Dresden. Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass bis 2040 für KI-gestützte Roboter ein Markt von bis zu 900 Milliarden Dollar entstehen könnte. Wenn denn jemand endlich die Hände richtig hinbekommt.

„Wir sehen eine Explosion von interessanten neuen Ansätzen“, sagt Rich Walker vom britischen Pionier Shadow Robot. Allein in China könne man derzeit mehr als 100 verschiedene Roboterhand-Modelle kaufen. Aber auch deutsche Anbieter sind vorn dabei.

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