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SpaceX Gefahr von Blitzeinschlägen: Start von „Crew Dragon“ zur ISS verschoben

Selbst der US-Präsident war angereist. Dennoch wurde der Flug der bemannten Raumkapsel wegen schlechter Wetterbedingungen kurzfristig abgesagt. Am Samstag könnte es einen weiteren Versuch geben.
28.05.2020 - 02:17 Uhr Kommentieren
Der Start war weltweit mit Spannung erwartet worden. Quelle: AFP
Monitore im Steuerungsraum der NASA

Der Start war weltweit mit Spannung erwartet worden.

(Foto: AFP)

Cape Canaveral Schlechtes Wetter hat den mit Hochspannung erwarteten ersten bemannten Flug des Raumfahrtunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS vorerst vereitelt. Am Samstag werde es einen nächsten Versuch geben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Eigentlich hätte die Falcon-9-Trägerrakete am Mittwochnachmittag (Ortszeit, 22.33 Uhr deutscher Zeit) vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten und eine „Crew Dragon“-Raumkapsel mit zwei Astronauten zur ISS bringen sollen. Doch rund 16 Minuten vor Start wurde die Mission wegen der Gefahr von Blitzeinschlägen abgebrochen.

Die Nasa hat erstmals eine Privatfirma damit beauftragt, Astronauten ins All zu fliegen und dabei gleichzeitig eine lange Durststrecke zu beenden. Denn seit der Einstellung des Space-Shuttle-Programms 2011 waren keine Astronauten mehr von amerikanischem Boden aus ins All gebracht worden. In den vergangenen Jahren hatte die Nasa viel Geld für Plätze in russischen Sojus-Kapseln zahlen müssen, die von Kasachstan aus starten.

Die beiden erfahrenen Raumfahrer Doug Hurley (53) und Bob Behnken (49) saßen bereits im Cockpit, als der Start abgebrochen wurde. „Bob und Doug sind die Ruhe selbst“, hatte Nasa-Chef Jim Bridenstine zuvor über die beiden gesagt. „Sie freuen sich total darauf zu fliegen.“

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    Er selbst sei ein wenig nervös und emotional, räumte der Nasa-Chef zu diesem Zeitpunkt ein. Später verteidigte Bridenstine den Startabbruch als „die richtige Entscheidung“, die in Absprache mit SpaceX gefallen sei.

    Es sei darum gegangen, Sicherheit an die erste Stelle zu setzen. Einige Beobachter warfen im Vorfeld die Frage auf, ob das ungeheure Interesse am bemannten Flug womöglich ungebührlichen Druck erzeuge, den Start ohne Wenn und Aber durchzuziehen.

    Es war bereits alles für den Start vorbereitet. Quelle: dpa
    SpaceX

    Es war bereits alles für den Start vorbereitet.

    (Foto: dpa)

    Das Unternehmen SpaceX von Elon Musk hatte in den vergangenen Jahren für die Nasa schon zahlreiche Versorgungsflüge zur ISS unternommen, aber noch nie einen bemannten Flug. Genutzt wurde für den Start die gleiche Plattform in Cape Canaveral, von der einst auch Astronauten zum Mond geflogen waren und von der 2011 auch das letzte Space Shuttle gestartet war – mit Hurley als Pilot.

    Die Nasa hatte darauf gedrängt, trotz der Coronavirus-Pandemie an dem Starttermin am Mittwoch festzuhalten. Sie rief aber Schaulustige auf, zu Hause zu bleiben. Stunden vor dem Start hatten sich allerdings an der Straße bei Cape Canaveral bereits zahlreiche Autos und Wohnmobile für die besten Plätze in Position gebracht. Viele trugen keine Schutzmasken und hielten auch nicht die Abstandsregeln ein. Unter anderem kamen auch Präsident Donald Trump und sein Vize Mike Pence ins Kennedy Space Center, um den Start zu beobachten – vergeblich.

    US-Präsident Donald Trump und sein Vize Mike Pence waren extra angereist. Quelle: AFP
    Florida

    US-Präsident Donald Trump und sein Vize Mike Pence waren extra angereist.

    (Foto: AFP)

    Trump hatte vor der Startverschiebung vor Ort noch die „prachtvolle“ Rakete bestaunt. Später twitterte er, dass er für den nächsten Versuch nach Florida zurückkehren wolle. Sein Vize Pence äußerte sich ähnlich. „Danke an die Nasa und SpaceX für ihre harte Arbeit und Führung. Freue mich darauf, am Samstag wieder bei euch zu sein!“, schrieb Trump.

    Mehr: SpaceX-Chefingenieur im Interview – „Die Lage Deutschlands ist eine Herausforderung für Raketenstarts“

    • dpa
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