E-Bikes: Vanmoof-Besitzern drohen Bußgelder und Stilllegung ihrer Räder
Ein wesentlicher Wachstumstreiber war die Einführung der neuen Modelle S3 und X3.
Foto: VanmoofBonn. Malte Frerichs ist wütend. So wütend, dass er seinen Strafzettel, den er von der Polizei kassiert hat, bei Twitter postet. „Wichtiger Hinweis“, schreibt der Berliner, „die Polizei Berlin zieht Vanmoof-Räder raus und prüft, ob in der App der US-Modus wählbar ist. Wenn aktivierbar, gilt es als versicherungspflichtiges S-Pedelec, dem dann unter anderem die Betriebserlaubnis fehlt!“
Dazu muss man wissen: Der umstrittene Tuning-Modus bei Vanmoof erlaubt es Radlern, über einen Klick in der App statt der in Deutschland erlaubten 25 Stundenkilometer mit 32 km/h durch die Straßen zu brettern. Das ist in den USA kein Problem. Doch mit dem smarten Hightech-Tuning manövrieren sich Vanmoof-Besitzer hierzulande rechtlich in ernsthafte Schwierigkeiten.
Denn was viele nicht ahnen: Das ist eine Straftat. Selbst dann, wenn man wie Malte Frerich den Modus überhaupt nicht aktiviert hatte. „Es reicht alleine, dass es theoretisch für den Radler möglich ist“, berichtet Frerichs am Telefon. Denn es gilt der Grundsatz: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.