Alphabet: Inside Deepmind – Wie das europäische KI-Kraftwerk Google retten soll
Der Google-Chef verkündete unlängst den Zusammenschluss von Deepmind und Google Brain zu Google Deepmind.
Foto: BloombergDüsseldorf, San Francisco. Wie konnte das bloß passieren? Über ein Jahrzehnt hinweg brachte Google im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) Erstaunliches zustande. Auch wenn heute alle Welt von ChatGPT und OpenAI spricht – ohne die Entwicklungsvorarbeit von Google gäbe es weder das Sprachmodell noch das Start-up dahinter.
Es drängt sich die Frage auf: Warum hat dann Google nicht zuerst ein solches Sprachmodell auf den Markt gebracht? Wie konnte OpenAI dem Suchkonzern zuvorkommen und nun perspektivisch dessen unfassbar lukratives Geschäftsmodell bedrohen? Denn wer will noch Suchbegriffe in einen Schlitz auf der Google-Website eintippen, wenn man seine Fragen auch einem Chatbot stellen kann, der sie umgehend beantwortet?
Die Antworten auf diese Fragen verraten viel über die Binnenlogik eines Tech-Giganten wie Google. Das Management dort sorgt sich um das lukrative Werbegeschäft, denn KI und Textroboter verändern die Internetsuche. Auch ist KI notorisch unzuverlässig in seinen Antworten. Google hat anders als das Start-up OpenAI viel an Reputation zu verlieren.