Chiphersteller: AMD mit Rekordquartal – Geschäft mit Rechenzentren enttäuscht
San Fransisco. Die Aufholjagd des Halbleiterkonzerns AMD zum KI-Chip-Marktführer Nvidia läuft langsamer als von der Wall Street erhofft. Zwar hat der Konzern insgesamt für das abgelaufene Quartal Rekordergebnisse veröffentlicht. Das Geschäft beim wichtigsten Wachstumstreiber der Rechenzentren blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.
So steigerte das Unternehmen den Umsatz den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal um 24 Prozent auf 7,66 Milliarden Dollar und den bereinigten operativen Gewinn um 43 Prozent auf gut zwei Milliarden Dollar. Diese Werte lagen über den Markterwartungen.
Die Erlöse im Geschäft mit Rechenzentren stiegen im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 69 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt jedoch einen höheren Betrag von etwa 4,14 Milliarden Dollar erwartet. Die AMD-Aktie sackte im nachbörslichen Handel zeitweise um rund fünf Prozent ab.
Für das laufende Jahr zeigt sich die Konzernspitze jedoch weiterhin optimistisch: „Dank der Stärke unseres Produktportfolios und der wachsenden Nachfrage nach Hochleistungsrechnern sehen wir 2025 klare Chancen für weiteres Wachstum“, sagte Lisa Su, die Chefin des Halbleiter-Herstellers, am Dienstag. Sie stellte für das laufende Quartal überraschend positive Zahlen in Aussicht.
Für das aktuelle Vierteljahr peilt der Intel-Rivale Erlöse von 7,1 Milliarden Dollar, plus/minus 300 Millionen Dollar, an. Hier hatten Analysten im Schnitt 6,99 Milliarden Dollar vorausgesagt.
AMD ist damit die klare Nummer zwei in dem Geschäft mit Chips zum Training von Software auf Basis Künstlicher Intelligenz. Doch der Abstand zum Marktführer Nvidia ist riesig.