IT-Unternehmen: Die Software AG prüft einen Verkauf – doch das Interesse hält sich in Grenzen
Das Unternehmen aus Darmstadt ist nach SAP die Nummer zwei der deutschen Softwareunternehmen.
Foto: dpaBerlin, Düsseldorf. Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller Software AG prüft Finanzkreisen zufolge strategische Optionen einschließlich eines Verkaufs, ist dabei bisher aber lediglich auf verhaltenes Interesse gestoßen. Das Geschäft des im MDax notierten Unternehmens mit einer Marktkapitalisierung von 2,7 Milliarden Euro tritt seit Jahren auf der Stelle.
Ein neuer Investor oder gar Mehrheitseigentümer könnte für neue Impulse bei der Strategie sorgen, so die Hoffnung. Mithilfe der Investmentbank JP Morgan hat die Software AG daher seit dem Sommer den Kontakt zu Beteiligungsfirmen mit Software-Schwerpunkt aufgenommen, wie etwa Advent, Permira, Francisco Partners, Thomas Bravo und TA Associates.
Diese Private-Equity-Firmen, die in der Regel stark wachsende Softwarefirmen mit Kapital und Expertise unterstützen, hätten allerdings abgewunken, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. In einem zweiten Schritt sondiere die Software AG nun, ob andere Finanzinvestoren wie etwa CVC, EQT, KKR, Silver Lake oder Hg Interesse an einem Deal hätten. Zu einer Offerte hat sich bislang keiner durchgerungen.
Unklar blieb die Haltung der Stiftung des Firmengründers Peter Schnell, die 31 Prozent der Anteile hält. Die Software AG, JP Morgan und die Stiftung sowie die Finanzinvestoren lehnten Stellungnahmen ab oder waren zunächst nicht erreichbar.