Künstliche Intelligenz: Peking prescht bei Regulierung von Algorithmen vor – und festigt Zugriff auf Tech-Konzerne
Aufsicht und Regulierung verhindern negative Auswirkungen von KI.
Foto: Stone/Getty ImagesDüsseldorf. Auf der ganzen Welt suchen Regierungen nach Wegen, die Macht von Algorithmen und Tech-Konzernen zu regulieren. Denn Algorithmen bestimmen immer massiver den Alltag der Menschen – ob Empfehlungen bei der Suche im Internet, personalisierte Werbung oder etwa eine Vorauswahl bei Jobbewerbungen.
Während in Washington und Brüssel seit Jahren über richtige Konzepte debattiert wird, prescht Peking nun vor und schafft Fakten: Als erstes Land der Welt hat China am Dienstag ein Gesetz verabschiedet, das Algorithmen reguliert.
Es soll am 1. März in Kraft treten. Mit den neuen Regeln will die Staatsführung verhindern, dass Internetplattformen ihre Datenmacht missbrauchen. Zudem verschärft sie dadurch ihre Kontrolle über die Tech-Konzerne. Peking festigt damit seinen politischen Zugriff auf die digitale Welt.
Experten sehen die Volksrepublik mit dem Gesetzentwurf als weltweiten Vorreiter. „Peking hat sich an die Spitze der globalen Pläne zur Regulierung von Algorithmen gestellt“, ist Kendra Schaefer, Leiterin des Bereichs Technologiepolitik bei der Beratungsgesellschaft Trivium China in Peking leitet, überzeugt. Das Konzept habe das Potenzial, einen globalen Standard zu setzen, betont Schaefer.