Grönland: Diese Rohstoffprojekte gibt es – und das ist ihr Potenzial
Düsseldorf. Donald Trumps Drohungen, Grönland notfalls mit Gewalt unter die Kontrolle der USA zu bringen, beunruhigen europäische Staaten seit Tagen. Während etwa Deutschland und Frankreich auf Deeskalation setzen und betonen, dass die Entscheidungsgewalt allein bei Grönland und Dänemark liegt, scheint der US-Präsident die Konfrontation nicht zu scheuen. Die USA würden Grönland „auf die eine oder andere Weise“ bekommen, sagte er.
Die Insel gilt als strategisch wichtig. Sie liegt an Seewegen, beherbergt Frühwarn- und Militäranlagen der USA. Durch den Klimawandel und das abschmelzende Eis wird die Insel wirtschaftlich und militärisch noch bedeutsamer.
Vor allem die Rohstoffvorkommen Grönlands, das offiziell zum Königreich Dänemark gehört, könnten Trumps Interesse geweckt haben, denn die Arktisinsel verfügt über 43 der 50 von den USA als kritisch eingestuften Mineralien.
Das sind Materialien, die als unverzichtbar für die Wirtschaft und nationale Sicherheit gelten und zugleich einem hohen Versorgungsrisiko ausgesetzt sind.
Allerdings ist die Bergbautradition Grönlands eher überschaubar. Das liegt auch an der Umgebung: Temperaturen unter dem Nullpunkt, von Eis bedeckte Flächen und Gletscher, mangelnde Infrastruktur wie Straßen, Häfen oder Stromleitungen machen den Abbau teuer. Zudem mangelt es an qualifiziertem Personal. Deshalb haben US-Unternehmen bisher wenig Interesse an Grönland gezeigt.
Ob sich der Rohstoffabbau künftig lohnt? Das Handelsblatt gibt einen Überblick über die wichtigsten Vorkommen und Abbauprojekte.