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MobilfunkVodafone weist Vorwurf der Behinderung des Netzausbaus von 1&1 zurück

Der deutsche Mobilfunkbetreiber lässt vom Kartellamt eine mögliche Beeinträchtigung prüfen. Beim Rivalen Vodafone, gegen dessen Tochter Vantage Towers sich der Vorwurf richtet, ist man verwundert. 24.02.2023 - 14:21 Uhr Artikel anhören

Der Konzern weist die Anschuldigungen zurück.

Foto: imago images/imagebroker

Montabaur, Düsseldorf. Im Streit um das vierte deutsche Handynetz des Internetkonzerns 1&1 hat der Wettbewerber Vodafone mit Unverständnis auf eine Beschwerde des Konkurrenten reagiert. Man habe die Anschuldigungen von 1&1 „mit Verwunderung zur Kenntnis genommen“, teilte Vodafone am Freitag in Düsseldorf auf Nachfrage mit. „Den Vorwurf der Behinderung durch unser Haus weisen wir entschieden zurück.“

1&1 wirft Vodafone vor, den Netzausbau über deren Funkturm-Tochter Vantage Towers zu behindern. Vantage ist auch für 1&1 und damit für einen direkten Vodafone-Konkurrenten tätig, hat für diesen im vergangenen Jahr aber viel weniger Antennenstandorte gebaut als beauftragt. Die Firma aus Montabaur argwöhnt nun, dass dies auch an der Vantage-Konzernmutter Vodafone gelegen haben könnte. 1&1 kündigte am Donnerstagabend eine Beschwerde beim Bundeskartellamt an, um den Sachverhalt prüfen zu lassen.

1&1 hatte 2019 erstmals eigenes Mobilfunk-Spektrum ersteigert, um damit sein eigenes Mobilfunknetz aufzubauen. Bisher nutzt das Unternehmen das Netz anderer Anbieter und zahlt dafür Miete. Künftig will 1&1 das vierte deutsche Handynetz betreiben, bisher gibt es Verbindungen von Vodafone, von der Telekom und von O2. 

Zum Jahreswechsel hätte der Neueinsteiger 1000 eigene 5G-Standorte aktiviert haben müssen. So sieht es eine staatliche Ausbaupflicht vor. Tatsächlich waren es Firmenangaben zufolge aber nur fünf. Nun drohen 1&1 Bußgelder durch die Bundesnetzagentur. Mit der Beschwerde beim Kartellamt will 1&1 deutlich machen, dass die Verzögerung im Wesentlichen am Ausbaupartner Vantage liege und dessen Mutterkonzern Vodafone dabei Rolle spielen könnte. Dies verneint Vodafone nun.

dpa
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